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    <updated>2026-04-04T17:51:58+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Das alte Pferd - Veränderungen und Bedürfnisse von Senior-Pferden</title>
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                                            Wie alt werden Pferde eigentlich und welche Bedürfnisse ändern sich bei Pferden im Alter. Veränderungen, die mit fortschreitendem Alter einhergehen und auf welche Weise ein Senior-Pferd unterstützt werden kann.
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 Der  Alterungsprozess  eines Pferdes beginnt im Grunde genommen bereits ab dem Zeitpunkt der Geburt. In den ersten Lebensjahren ist dieser Prozess eine „positive Weiterentwicklung“ der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Irgendwann endet diese Phase und der „negative“ Abschnitt dieses Prozesses beginnt, wenn sich die ersten  degenerativen Erscheinungen beim Pferd  bemerkbar machen. 
 Die degenerativen Erscheinungen im Alter können bei jedem Pferd unterschiedlich ausfallen. Beschwerden, welche bei einem Pferd auftreten, machen sich vielleicht bei einem anderen gar nicht, oder kaum bemerkbar. Wichtig ist, das die Pferdebesitzer auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Tiere individuell eingehen, denn es gibt immer einiges was man tun kann, um die  Altersbeschwerden  bei Pferden zu reduzieren und ihnen auch im Alter ein schönes, angenehmes Leben zu bereiten. 
 Wie alt werden Pferde? 
 Im Durchschnitt wird die  Lebenserwartung eines Pferdes mit ca. 20 bis 30 Jahren angegeben . Der Leistungshöhepunkt eines Pferdes wird im Alter von etwa 12 bis 16 Jahren erreicht. Ab einem Alter von 20 Jahren wird bereits von einem alten Pferd gesprochen. Zur groben Veranschaulichung kann man das Alter eines Pferdes grob in Menschenjahre umrechnen. 20 Pferdejahre würden demnach ungefähr 60 Menschenjahren entsprechen. Die Sinnhaftigkeit dieser Umrechnung wird jedoch kontrovers diskutiert. Je nach Größe des Tieres kann die Lebensdauer variieren. Kleinere Tiere werden häufig älter als Große. Auch  Unterschiede zwischen den Pferderassen  sind zu beobachten. So wird beispielsweise bei Arabern und Shettys eine etwas höhere Lebenserwartung angegeben als bei anderen Rassen. 
 Wie alt ein Pferd tatsächlich wird, hängt jedoch auch stark von  Gesundheit, Fütterung, Haltung und Pflege  ab. Bereits im Jungpferdealter wird die Basis für ein langes und gesundes Pferdeleben gelegt. So prägen unter anderem  regelmäßige Bewegung , eine in jedem Lebensabschnitt dem Alter  angepasste Fütterung, frische Luft und Kontakt zu Artgenossen  die Gesundheit eines Pferdes auf seinem Lebensweg. Die  Vermeidung von Übergewicht  und eine  regelmäßige Hufpflege  sind ebenso essenziell, um Fehlstellungen und eine Überlastung von Sehnen und Gelenken zu vermeiden. 
 Was verändert sich bei Pferden im Alter? 
 Alterserscheinungen machen sich beim Pferd äußerlich unter anderem durch eine  veränderte Fellbeschaffenheit  bemerkbar. So sind die Deckhaare häufig sehr lang, der Fellwechsel dauert deutlich länger und sie schieben ihr Winterfell oft früher als junge Tiere. Auch das Abwerfen des Winterfells im Frühjahr dauert deutlich länger, wodurch Seniorpferde meist schlechter mit Hitze umgehen können als junge Tiere und  schnell ins Schwitzen  geraten. Generell werden extreme Wetterwechsel von alten Pferden eher schlechter vertragen, da ihr  Immunsystem  weniger effizient arbeitet und so das  Risiko für Infektionen  ansteigt. 
 Häufig sind die Zähne im hohen Pferdealter so weit abgenutzt, dass das Futter nur unzureichend gekaut wird. Zudem kann die  Darmmotorik schlechter  werden, wodurch die  Anfälligkeit für Koliken  steigt. Es ist sogar möglich, dass ein Pferd erst im Alter zum  Ekzemer  wird. 
 Äußerlich können bei alten Pferden beispielsweise auch folgende Merkmale beobachtet werden: 
 
 eingeschränkte Beweglichkeit. 
 durchhängender Rücken und hervorstehender Widerrist. 
 eingefallenes Gesicht mit tiefen Höhlen über den Augen. 
 Gewichtsverlust durch schlechtere Nährstoffverwertung, geringere Futteraufnahme und fortschreitenden Muskelschwund („knochiges Erscheinungsbild“). 
 graue Haare (besonders um Augen und Ohren, sowie am Maul und auf der Stirn). 
 
 Nicht immer sind die Alterserscheinungen einem Pferd äußerlich anzusehen. Wenn die  Organe im höheren Alter nicht mehr so effizient  arbeiten, ist dies nicht immer sofort erkennbar. Die degenerativen Prozesse einer  Arthrose  in den Gelenken beispielsweise, verlaufen schleichend und führen nicht sofort zu einer Lahmheit. 
 Wie kann ein altes Pferd unterstützt werden? 
 Ein Pferd kann im Alter auf unterschiedliche Weise unterstützt werden.  Krankheitsbedingte Probleme müssen dabei stets individuell berücksichtigt werden . Generell sind jedoch häufig die folgenden Punkte für ein Seniorpferd wichtig: 
 Angepasste Fütterung 
 Ältere Pferde haben einen  höheren Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen , da die Fähigkeit des Körpers Nährstoffe zu speichern nachlässt. Dies sollte bei der Zusammenstellung der Ration berücksichtigt werden. Bei alten Pferden sind unter anderem Vitamin A, B, C &amp;amp; E, sowie Selen und Zink von besonderer Bedeutung. Empfehlenswert sind auch  hochwertige Proteine , sowie  Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren  im Futter, dabei aber immer auf einen  geringen Gehalt an Zucker und Stärke  geachtet werden. 
 Für die optimale Versorgung des Pferdes kann auch auf  spezielles Seniorfutter  zurückgegriffen werden, welches den Bedarf des Tieres in diesem Lebensabschnitt berücksichtigt. Mit einem guten Seniorfutter können so Gewichtsverlust und altersbedingte Stoffwechselprobleme zum Teil kompensiert werden. 
 Für eine  gute Raufutterversorgung  sollte auch den älteren Tieren immer genügend Heu zur Verfügung stehen. Bei Pferden werden mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Lebendgewicht empfohlen. Sind die Zähne zu stark abgenutzt oder der Kauapparat in seiner Funktion auf andere Art eingeschränkt, kann es sinnvoll sein, auf eingeweichte Heucobs zurückzugreifen, damit das Pferd genügend Rohfaser aufnimmt. 
 Da die Darmmotorik im Alter häufig schlechter wird, sollte das Futter für die Seniorpferde  leicht verdaulich  sein. Mehrere kleine Futterportionen am Tag sorgen zudem für eine Entlastung des Verdauungstraktes. 
 Alte Pferde können außerdem dazu neigen, zu wenig zu trinken. Besonders bei Zahnproblemen kann es dem Tier helfen, das  Wasser in Bottichen  anzubieten, statt aus dem Selbsttränker. Auf diese Weise wird kein Druck auf das Maul ausgeübt. 
 Bewegung &amp;amp; Beschäftigung 
 Um dem Muskelabbau ein Stück entgegenzuwirken ist die  regelmäßige Bewegung  auch für Seniorpferde extrem wichtig.  Sehnen und Gelenke bleiben dadurch länger elastisch, die Muskeln geschmeidig und die Beweglichkeit des Tieres wird besser erhalten . 
  Die Intensität und Dauer der körperlichen Arbeit sollte an das Alter des Pferdes angepasst werden . Zudem brauchen Seniorpferde meist deutlich länger, um nach einer Ruhephase wieder „in die Gänge zu kommen“. 
 Schutz vor der Witterung 
 Die  Thermoregulation  klappt bei einem alten Pferd häufig nicht mehr optimal, weshalb Seniorpferde bei schlechter Witterung  schnell frieren . Ein  wetterfester Unterstand oder eine Regendecke  können in diesen Fällen sinnvoll sein, damit das Fell des Pferdes nicht bis auf die Haut durchnässt wird. Ob das Tier eingedeckt werden muss und wie dick die Decke sein sollte, ist dabei immer eine individuelle Entscheidung. 
 Mehr zum Thema  Thermoregulation und Eindecken . 
 Da der Fellwechsel bei alten Pferden häufig länger dauert, kann bei einigen Tieren das  Scheren des Fells im Frühjahr  sinnvoll sein. Werden die Seniorpferde ihr Winterfell bei warmen Temperaturen nicht los, können sie sonst schnell ins Schwitzen geraten. Meist ist es nicht notwendig das komplette Pferd zu scheren, sondern ein sogenannter „Ralleyschnitt“ bzw. „Streifenschnitt“ reicht aus, um einen  Hitzestau beim Pferd zu  vermeiden. Dabei wird lediglich die Unterseite des Halses, die Brust, die Unterseite des Bauches und ein Teil der Hinterhand geschoren. 
 Zahnkontrolle 
 Die Zähne eines Pferdes nutzen sich im Laufe des Lebens nach und nach ab. Irgendwann sind nur noch die Wurzelreste vorhanden, denen jedoch die Schmelzeinfaltungen fehlen. Ihre Oberfläche ist dadurch nicht mehr rau genug, um das Futter richtig zu zermahlen. Sind einige Zähne irgendwann lose und fallen sogar ganz aus, können sich die umstehenden Zähne verschieben und zur Seite kippen. In den entstehenden Zahnzwischenräumen können sich Futterreste ansammeln und  schmerzhafte Parodontaltaschen  entstehen. 
 Um entstehende Zahnprobleme rechtzeitig zu erkennen, sollte eine  Zahnkontrolle beim Pferd  deshalb regelmäßig erfolgen. Mehr zum Thema  Zahnpflege beim Pferd . 
  Weitere interessante Artikel in unserem Magazin/Ratgeber:  
 
  Equines Cushing Syndrom (ECS/PPID) bei Pferden  
  Hufrehe bei Pferden  
  Das Rentnerpferd - Würdevoll altern und artgerechte Haltungn  
 
 
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                            <updated>2020-02-07T08:28:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Tipps &amp; Tricks für ein entspanntes Pferd an Silvester</title>
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                                            Silvesterfeuerwerk kann für Pferdehalter eine echte Herausforderung sein. Um Pferd und Halter den Jahreswechsel zu erleichtern, gibt es hier unsere besten Tipps gegen Stress in der Silvesternacht. 
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 Pferde sind Fluchttiere und reagieren auf unbekannte Situationen daher schnell mit Panik und Flucht. Aus diesem Grund kann Silvester für Pferdehalter eine echte Herausforderung darstellen. Ein in Panik geratenes Pferd kann zur Gefahr für sich und Andere werden. 
 Gerade bei Pferdehaltungen, bei denen in unmittelbarer Umgebung Stroh und Heu lagert, besteht an Silvester  erhöhte Brandgefahr . Es sollte deshalb unbedingt rechtzeitig darauf geachtet werden, dass keine Silvesterrakete oder ähnliches in die Nähe des Raufutterlagers gelangen kann. 
 Da der Verkauf von Silvesterknallern bereits am 28.12. beginnt, sollten die Vorsichtsmaßnahmen spätestens zu diesem Datum schon getroffen werden. 
 Mit diesen Tipps &amp;amp; Tricks sicher durch den Jahreswechsel kommen 
 
  Mit den Nachbarn sprechen   Viele Nicht-Tierleute wissen manchmal gar nicht, welchen Stress die Silvesterknaller bei Pferden (und bei allen anderen Tieren natürlich auch) auslösen können. Aus diesem Grund ist es ratsam mit den Nachbarn zu sprechen und ihnen dieses  Problem bewusst zu machen . Auch wenn sie auf Silvesterraketen und Co. nicht ganz verzichtet wollen, könnte zumindest der  Kompromiss geschlossen  werden, dass die Knaller auf der dem Stall oder Weide abgewandten Seite gezündet werden. Wenn die Raketen nicht direkt über den Pferden explodieren, sind diese schon weit weniger furchteinflösend. 
  Umgebung die Sicherheit vermittelt   Die Umgebung, die einem Pferd Sicherheit vermittelt ist nicht bei allen Tieren die Gleiche. Bei Pferden, die normalerweise ganzjährig draußen im Offenstall leben, ist es nicht immer sinnvoll sie über Silvester Aufzustallen. Ein Stall und die Trennung von ihrer Herde kann manchmal mehr Stress verursachen, als man denkt.  Die  Stallhaltung über Silvester  schützt jedoch davor, dass die Pferde panisch losrennen und im Dunklen den Zaun übersehen und sich verletzen. Ein weiterer Vorteil im Stall zudem, dass die Pferde besser  vor den Geräuschen und Lichtblitzen abgeschottet  werden können.  Bei einigen Pferden bewirkt das Abschotten vor den Lichtblitzen allerdings auch das Gegenteil: Sie können die Knallgeräusche nicht einordnen und die Ursache ausmachen. Manchmal ist es deswegen besser, die Pferde nicht vor den Lichtblitzen zu schützen.  Ob das Aufstallen in der Silvesternacht Sinn macht, ist deshalb nicht einfach zu beantworten, sondern  hängt individuell vom Tier und der sonst gewohnten Haltung ab . 
  Pferde vor Lichtblitzen und Geräuschen abschotten   Stellt man bei Punkt 2 fest, dass das Pferd im Stall besser aufgehoben ist, kann man durch das  Abhängen der Fenster  erreichen, dass die Tiere die Lichtblitze der gezündeten Raketen nicht wahrnehmen. Wenn das  Stalllicht  über Nacht an bleibt, wirken die Lichtblitze ebenfalls weniger grell.  Zum  Übertönen der Knallgeräusche  kann ein  Radio  aufgestellt werden. Eine andere Methode ist die Geräuschunterdrückung durch spezielle, fusselfreie  Ohrenstöpsel für Pferde . Hier ist jedoch am nächsten Morgen auf eine sorgfältige Entfernung zu achten, damit nichts im Pferdeohr verbleibt! 
  Geräusch-Desensibilisierung   Beim  Gelassenheitstraining  werden Pferde mit neuen Situationen konfrontiert und belohnt, wenn sie dabei ruhig bleiben. Dieses Training ist nicht nur mit visuellen Reizen, sondern auch mit Geräuschen möglich.  Damit Pferde sich von Raketen und Co. nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen, kann vor Silvester durch das  Abspielen von Silvestergeräuschen  eine gewisse Desensibilisierung erreicht werden.  Bei dieser Methode wird die Tonaufnahme zunächst nur leise abgespielt und die Lautstärke dann langsam gesteigert. 
  Pferde strategisch zusammenstellen   Im Stall hilft es, besonders nervöse Pferde in der Silvesternacht (und eigentlich auch sonst) neben besonders ruhige Pferde zu stellen. Auch in der Herde auf der Weide  wirken sich gelassene Tiere beruhigend auf die Ängstlichen aus . 
  Ruhe ausstrahlen   Unser Verhalten überträgt sich aufs Pferd! Dies gilt nicht nur an Silvester, wird aber zu diesem Zeitpunkt mal wieder besonders wichtig.  Läuft der Mensch nervös auf und ab, ist hektisch in seinen Bewegungen und tüddelt mehr als sonst am Tier herum, wissen Pferde, dass etwas anders ist als sonst! Dies wiederum kann sich in Stress und Unruhe umwandeln.  Wenn also wie in Punkt 5 kein ruhiges Pferd als „Stresspuffer“ zur Verfügung steht, müssen wenigstens wir gelassen bleiben und dem Pferd so  Sicherheit vermitteln . 
  Futter   Eine sehr erfolgsversprechende Maßnahme ist die Bereitstellung von ausreichend  Raufutter . Die Pferde sind beschäftigt und konzentrieren sich weniger auf das, was um sie herum passiert. Zudem wirken sich auch die Kaubewegungen beruhigend aus.  Auf die Fütterung von Kraftfutter, Äpfeln, Karotten und Co. sollte um Mitternacht allerdings lieber verzichtet werden, um das  Risiko einer Schlundverstopfung  nicht zu erhöhen, wenn sich die Tiere erschrecken sollten. 
  Rutschgefahr minimieren   Zu Silvester sind  Schnee und Eis  keine Seltenheit. Hier ist bei Pferden, die den Jahreswechsel draußen verbringen darauf zu achten, dass keine Rutschgefahr besteht. Laufen die Tiere doch einmal panisch los, wenn die Knallerei losgeht, besteht sonst eine hohe Verletzungsgefahr! 
  Sedierung   In seltenen Fällen kann es bei Pferden mit besonders dünnem Nervenkostüm sinnvoll sein, über eine Sedierung während der Silvesternacht nachzudenken. Dies sollte jedoch  nur nach Absprache mit dem Tierarzt  erfolgen. 
  Stabile Einzäunung   Wenn Pferde in Panik geraten und „kopflos“ werden, suchen sie meist die Flucht und rennen davon. Damit keine Pferde ausreißen, sollte immer (nicht nur an Silvester) auf eine stabile und intakte Umzäunung geachtet werden. Auch im Stall sind stabile Abtrennungen wichtig!    Achtung:  Pferde, die in Panik geraten, sind manchmal unberechenbar! Deshalb sollte auch stets auf die eigene Sicherheit geachtet werden, damit man nicht aus Versehen umgerannt wird!  
 
 Neben all diesen Tipps ist es generell zu empfehlen an Silvester vor Ort zu sein, wenn man Tiere hält. So können die Tiere im Auge behalten werden. 
 
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                            <updated>2019-12-17T08:24:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Atypische Weidemyopathie - der plötzliche Weidetod des Pferdes</title>
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                                            Was ist die Atypische Weidemyopathie? Lesen Sie hier, welche Symptome auftreten, was der Auslöser ist und wie diese Muskelerkrankung beim Pferd behandelt oder im besten Fall verhindert werden kann.
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 Lange war die Ursache für den plötzlichen Weidetod eines Pferdes nicht bekannt. Mittlerweile ist die auch als „Atypische Weidemyopathie“ bekannte Muskelerkrankung beim Pferd näher untersucht worden. Doch es besteht immer noch Bedarf an weiteren Forschungen, um ein noch wirksameres Präventionsprogramm zu erarbeiten. 
 Im Folgenden erklären wir, was die atypische Weidemyopathie ist, wie sie sich auf den Pferdekörper auswirkt und welches die Auslöser für diese Muskelerkrankung sind. Des Weiteren erläutern wir einige Behandlungsmöglichkeiten und zeigen Möglichkeiten und Maßnahmen auf, die Sie ergreifen können, um Ihre Pferde wirksam vor dieser Krankheit schützen. 
 Atypische Weidemyopathie – Erklärung 
 Bei der Atypischen Weidemyopathie ( engl. Equine atypical myopathy ) handelt es sich um eine  Muskelerkrankung  ( =Myopathie ), die als Folge einer Vergiftung und dadurch Störung der Fettsäure-Oxidation entsteht. Die Erkrankung wird teilweise auch nur kurz  Atypische Myopathie  ( AM ) genannt oder als  plötzlicher Weidetod  bezeichnet. 
 Als Auslöser für die Atypische Weidemyopathie wurde die für Pferde toxische Aminosäure Hypoglycin A (HGA) beziehungsweise dessen Metaboliten ausgemacht. Diese ist vor allem in den  Samen und Keimlingen des Bergahorns  ( Acer pseudoplantanus ) und des  Eschen-Ahorns  ( Acer negundo ) zu finden. Ob auch eine Gefahr von Feldahorn (Acer campestre) und Spitzahorn (Acer platanoides) ausgeht, ist noch unklar. 
 
 Da die Samen des Ahorns im Herbst herabfallen und im Frühling die Keimlinge aus dem Boden schießen, ist zu dieser Zeit das Risiko für eine Vergiftung mit HGA besonders hoch. 
 
 Das bewirkt Hypoglycin A im Körper des Pferdes 
 Die Samen des Ahorns werden im Verdauungstrakt des Pferdes aufgespalten und das Hypoglycin A freigesetzt. Durch weitere Verdauungsvorgänge wird Hypoglycin A in seine Metaboliten, darunter das  toxische Stoffwechselprodukt MCPA  ( Methylene cyclopropyl acetic acid ), umgewandelt. Diese nehmen im Körper des Pferdes Einfluss auf die Fettsäure-Oxidation. Die Acyl-CoA-Dehydrogenasen (Enzyme), mit dessen Hilfe in den Muskelzellen Energie durch den Abbau von Fettsäuren gewonnen wird, werden gehemmt. Infolgedessen steht den Muskelzellen  nicht mehr genug Energie  zur Verfügung. Um dies auszugleichen, überwiegt nun die anaerobe Energiegewinnung. Dies führt jedoch dazu, dass die Glykogenspeicher geleert werden und die Muskulatur durch die Bildung von Lactat übersäuern. Durch die gehemmte Fettsäure-Oxidation kommt es zusätzlich zu einer exzessiven Fettspeicherung in den Muskelzellen, welche daraufhin absterben. 
 Ist das Pferd überwiegend auf die Energiegewinnung aus dem körpereigenen Fett angewiesen, da es nicht genügend Energie über das Futter erhält (Energiedefizit), ist die Gefahr für AM besonders hoch. Aus diesem Grund sind unter anderem häufig auch junge Pferde, die ganzjährig auf abgegrasten Weiden in einem feuchten Gebiet stehen und nicht zusätzlich gefüttert werden, betroffen. 
 Unklar ist bisher, warum bei einigen klinisch unauffälligen Tieren, trotzdem HGA im Blutserum nachgewiesen werden konnte.  Es scheint, als seien einige Pferde resistent gegenüber des Toxins . Es wird vermutet, dass die scheinbar resistenten Tiere das HGA im Verdauungstrakt nicht zu den toxischen Metaboliten umwandeln und es daher nicht zu einer Vergiftung kommt. 
 Symptome der Atypischen Weidemyopathie 
 Besonders für die Muskulatur, die kontinuierlich Energie verbraucht, ist ein Energiemangel fatal. Dazu gehört sowohl die  Herz- und Atemmuskulatur , als auch die Teile der  Skelettmuskulatur , welche beim Stehen genutzt werden. 
 Nach der Aufnahme der Samen oder Keimlinge dauert es meist 12 bis 48 Stunden, bevor das Gift seine Wirkung entfaltet. Viele Pferde sterben innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome. Die Symptome von Atypischer Weidemyopathie sind vielseitig, wodurch die Erkrankung im Anfangsstadium nicht immer gleich eindeutig zu erkennen ist. Sie können ähnlich wie bei einem Kreuzverschlag ausfallen und zum Teil sind auch kolikartige Symptome zu beobachten. 
 Ein häufig auftretendes Symptom bei der Atypischen Weidemyopathie ist ein  dunkler, rot-schwarzer Urin . Durch das Absterben der Muskelzellen wird der Farbstoff Myoglobin frei und färbt den Urin ein (Myoglobinurie). 
 Mögliche Symptome, die bei Atypischer Weidemyopathie auftreten können, sind außerdem: 
 
 Apathie 
 Schwitzen 
 Mattigkeit 
 forcierte Atmung 
 erhöhter Puls 
 Muskelzittern 
 schwankender Gang 
 steife Glieder 
 blasse Schleimhäute 
 Stürzen, Festliegen 
 Kaumuskulatur versagt 
 stark gefüllte Blase 
 
 Die  Sterblichkeit  ( Letalität ) bei Atypischer Weidemyopathie wird mit  mindestens 75%  angegeben, sie verläuft also in mindestens 75% der Fälle tödlich. 
 Behandlungsmöglichkeiten bei Atypischer Weidemyopathie 
 
 Da Atypische Weidemyopathie in den meisten Fällen einen tödlichen Verlauf nimmt, sollte bei auftretenden Symptomen sofort ein Tierarzt gerufen werden. Nur ein frühes Erkennen der Erkrankung und ein schnelles Eingreifen durch einen Tierarzt, kann dies eventuell noch verhindern. 
 
 Derzeit gibt es noch kein Medikament zur gezielten Behandlung von Atypischer Weidemyopathie.  Die Behandlung erfolgt daher nicht kurativ, sondern nur symptomatisch.  Ziel ist es unter anderem die Muskelzerstörung zu hemmen, eine ausreichende Hydratation wiederherzustellen, den gestörten Säure-Base-Elektrolythaushalt zu korrigieren, den Zellen nutzbare Energie zu liefern und die Ausscheidung der Toxine zu unterstützen. 
 Zunächst sollte eine  weitere Aufnahme von Samen oder Keimlingen verhindert  und jeglicher Stress für das Pferd vermieden werden. Je nach Zustand des Pferdes kommen bei der Behandlung durch den Tierarzt beispielsweise  Infusionen  zum Einsatz, die den Flüssigkeitsverlust ausgleichen, die Nierenfunktion aufrechterhalten und auf diesem Wege die Ausscheidung der Toxine über den Urin fördern sollen. Auch  entzündungshemmende Mittel  werden manchmal verwendet. Nach wiederhergestelltem Harnabsatz werden zum Teil auch  Schmerzmittel  verabreicht. Die Gabe von  Vitamin E und Selen  kann sich zudem in einigen Fällen positiv auswirken. 
 Durch das Eindecken wird die Muskulatur des Pferdes warm gehalten. Da der Fettsäuremetabolismus gestört ist, kann stattdessen über eine  Glukoseinfusion  oder über  kohlenhydratreiches Futter  den Zellen nutzbare Energie zur Verfügung gestellt werden. 
 Bei schwerem Krankheitsverlauf ist es häufig trotz sofortiger, intensiver Behandlung nötig, das Pferd einzuschläfern, um ein unnötiges Leiden zu verhindern. 
 Sollte das Pferd die Erkrankung überstehen, sind die  Folgen einer Atypischen Weidemyopathie meist irreversibel . So können beispielsweise eine  Niereninsuffizienz  oder  Muskelschäden  aus der zeitweise gehemmten Fettsäure-Oxidation resultieren. 
 Pferde vor der Atypischen Weidemyopathie schützen 
     Um das Risiko für das Auftreten von Atypischer Weidemyopathie zu reduzieren, sollte der  Baumbestand auf und um die Weiden herum überprüft  werden. Da die Samen des Ahorns durch den Wind über eine große Distanz verbreitet werden können, sind auch die etwas entfernt stehenden Bäume zu beachten. Befinden sich unter diesen Bäumen Berg- und Eschenahorn, sollten die Pferde besonders in den gefährdeten Monaten nicht auf diese Weiden gebracht werden. 
 Als Mindestmaßnahme sollten Laub und Samen von den Weiden entfernt oder ausgezäunt werden. Im Frühling gilt dies auch für die Keimlinge. 
 Auf abgefressenen Weiden können zudem eine  Zufütterung  mit Heu und die Gabe eines Mineralfutters sinnvoll sein, damit die Tiere nicht auf die Bestandteile des Ahorns als Nahrungsquelle angewiesen sind oder sie durch die kurze Grasnarbe versehentlich als  Beifraß  aufnehmen. 
 Forschungsarbeit zur Atypische Weidemyopathie 
 Auch wenn Hypoglycin A als Ursache für die Atypische Weidemyopathie ausgemacht wurde, sind weitere Untersuchungen der Krankheit erforderlich. Es ist beispielsweise bislang noch nicht geklärt worden, ob das Toxin aus den Samen und Keimlingen auch die  Umgebung und das Wasser kontaminieren  kann. Weiterhin stellt sich auch die Frage warum bei Weidepartnern von erkrankten Pferden teilweise höhere Konzentrationen des Toxins im Blut gefunden werden, als beim erkrankten Tier selbst. Mit den gesammelten Daten soll ein  Präventionsprogramm  erarbeitet werden. 
 
  Hinweis  
 Dieser Beitrag stellt lediglich eine kleine Übersicht über die Thematik dar. Da die Atypische Weidemyopathie für ein Pferd eine lebensbedrohliche Situation sein kann, ist immer der Rat eines Tierarztes einzuholen. Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen nicht die Beratung und Behandlung des Pferdes durch einen Experten. Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr. 
 
 
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            <title type="text">Knabberspaß für Pferde - Bäume und Sträucher für Pferdekoppeln</title>
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                                            Bäume und Sträucher bieten Pferden nicht nur Schutz vor Sonne, Wind und Regen, Sie können auch eine gute Ergänzung zum Futterplan sein. Hier erfahren Sie, welche Gehölze sich besonders gut für die Pferdekoppel eignen.
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 Bäume und Sträucher an und auf der Weide stellen für Pferde nicht nur Schutz vor Sonne, Regen, Wind und Fliegen dar, sondern sie eignen sich auch gleichzeitig hervorragend als  Ergänzung zum Futterplan . Mit den passenden Gehölzen erhält das Pferd wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Durch das Anpflanzen von bestimmten Bäumen und Sträuchern kann eine „langweilige“, gleichmäßig grüne Weide ganz einfach aufgewertet werden. 
 Leider eignen sich nicht alle Bäume und Sträucher für die Pferdekoppel, manche Pflanzen sind sogar schädlich für unsere Vierbeiner. Vor dem Anpflanzen neuer Gewächse sollten Sie sich daher unbedingt informieren, ob die Pflanzen für Pferde verträglich sind. Im folgenden Artikel finden Sie eine kleine Übersicht über Bäume und Sträucher, die sie bedenkenlos auf einer Pferdekoppel ansiedeln können. 
 Das Benagen von Holz ist ein natürliches Verhalten 
 Pferde lieben es an Holz zu knabbern. Dies ist keineswegs als Unart zu betrachten, sondern gehört zum natürlichen Verhalten eines Pferdes. Ihr Verdauungssystem ist auf die stetige Aufnahme von Futter ausgerichtet. In der freien Wildbahn sind die Steppentiere den Großteil des Tages damit beschäftigt Futter zu suchen. Da energiereiche Weiden in der Steppe nicht vorkommen, können sie keine langen Fresspausen einlegen, sondern müssen stetig Futter aufnehmen. Sie knabbern dabei auch an Gehölzen, um ihren Bedarf an Rohfaser und Nährstoffen zu decken. 
 Damit Pferde nicht damit anfangen an Zäunen oder an den Holzbalken im Stall zu nagen, ist neben der ganztägigen Bereitstellung von Raufutter auch das Angebot von Rinde und Zweigen zu empfehlen.  Das Beknabbern der Äste dient gleichzeitig der Zahnpflege , bietet eine gute Beschäftigungsmöglichkeit und  fördert das Spielverhalten . Auch einige Blätter, Blüten und Knospen werden von vielen Pferden gerne gefressen. 
 Da ein übermäßiger Verzehr von Hölzern aufgrund des schwer verdaulichen Ligninanteils in den Fasern zu Verdauungsstörungen führen kann, sollten  Äste und Zweige jedoch immer nur in Maßen gefüttert werden . Zudem ist es vor allem bei Pferden mit Zahnproblemen möglich, dass die Gehölze nicht ausreichend zerkaut werden und zu einer Schlundverstopfung führen. 
 
 Vorsicht ist auch bei der Auswahl der Gewächse geboten. Nicht jede Pflanze ist für Pferde geeignet. 
 
 Bäume und Sträucher die sich für Pferde eignen 
 Je nach Standort kann die Auswahl der richtigen Gehölze unterschiedlich sinnvoll sein. Einige Bäume bevorzugen feuchte Böden, andere wiederum wachsen an trockenen Standorten besser. 
 Für Pferde unbedenkliche Bäume 
      Obstbäume wie Birne und Apfel  sind gerne genommene Gehölze für Pferde.  Um Verdauungsprobleme (Kolik) durch zu große Mengen gefressene Früchte zu vermeiden, sollte das Fallobst jedoch lieber abgesammelt werden.  Da einige Pferde Obst zu hastig verspeisen, besteht außerdem die Gefahr der Schlundverstopfung oder das versehentliche Verschlucken von Wespen, die durch die süßen Früchte angelockten werden. 
 Alternativ können die Obstbäume deshalb auch außerhalb der Koppel gepflanzt und nur die Äste, die beim Beschnitt abfallen, den Pferden zum Knabbern zur Verfügung gestellt werden. So schützt man gleichzeitig die Rinde des Stammes vor Verbiss und verhindert, dass der Baum beschädigt wird. 
 Bei  Pflaumen und anderem Steinobst  besteht die Gefahr, dass die Pferde die großen Kerne verschlucken, was ebenfalls zu Verdauungsproblemen oder Schlundverstopfung führen kann. 
 Bäume dienen auf der Koppel außerdem als  Schattenspender und Regenschutz . Auch Reithallen und Ställe können mit Bäumen und Sträuchern beschattet und somit im Sommer besser kühl gehalten werden. 
 Weitere Bäume, die sich für die Pferdekoppel eignen sind die folgenden. 
 
 Weide ( Salix sp. ) 
 Pappel ( Populus sp. ) 
 Birke ( Betula sp. ) 
 Linde ( Tilia sp. ) 
 
 Sträucher und Hecken für Pferdekoppel oder Reitplatz 
 Sträucher und Hecken bieten nicht nur den Pferden etwas  Abwechslung auf dem Speiseplan , sie können gleichzeitig auch gut als  optische Aufwertung der Hofanlage  dienen und bieten Insekten, Vögeln und kleinen Nagetieren Unterschlupf und Nahrung. Viele Stallbesitzer pflanzen daher verschiedene Hecken als Umrandung von Koppeln und Reitplätzen. 
 Geeignete Hecken und Sträucher hierfür sind beispielsweise die folgenden. 
 
 Apfelrose ( Rosa rugosa ) 
 Hundsrose ( Rosa canina ) 
 Haselstrauch ( Corylus avellana ) 
 Weißdorn ( Crataegus sp. ) 
 Schlehdorn ( Prunus spinosa ) 
 
 Beerenfrüchte auf der Weide 
 Auch bei der Anpflanzung von Beerenfrüchte auf der Koppel oder dem Reitplatz gilt, dass zu große Mengen davon beim Pferd zu Verdauungsproblemen (Kolik) führen können. Wenn die Pflanzen reichlich Früchte tragen und die Pferde sich problemlos daran bedienen können, sollte der Großteil vorsorglich abgeerntet werden. 
 In Maßen sind die folgenden Beerenfrüchte jedoch unbedenklich für Pferde 
 
 Brombeeren 
 Himbeeren 
 Johannisbeeren 
 
 
  Achtung  
 Um Vergiftungen durch die Auswahl der falschen Gehölze ausschließen zu können, sollte im Zweifel stets ein Experte um Rat gefragt werden. Viele unscheinbar aussehende Pflanzen können für Pferde ungesund oder sogar stark toxisch sein. Diese Übersicht wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ferner werden die Angaben ohne Gewähr gemacht. 
 
 
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                            <updated>2019-06-19T08:44:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zahnpflege beim Pferd - für gesunde Pferdezähne</title>
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                                            Ein gesundes Pferd braucht gesunde Zähne. Hier zeigen wir, wie das Pferdegebiss aufgebaut ist, welche Zahnprobleme auftreten können und wie sie behandelt oder gleich ganz vermieden werden können.
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 Das Gebiss des Pferdes ist auf permanente Nahrungsaufnahme von faserigen, fast holzigen Pflanzenmaterial ausgelegt. Durch die Domestikation des Pferdes wurden die Lebensumstände auch im Bereich Futter verändert. Die  Zähne werden weniger beansprucht und dadurch anders abgenutzt , als bei ihren wild lebenden Vorfahren. Ohne eine  regelmäßige Kontrolle und Korrektur  der Zähne und der Zahnstellung können deshalb auch Pferde „Zahnschmerzen“ bekommen. 
 Im folgenden Artikel erklären wir, wie das Pferdegebiss aufgebaut ist und welche Zahnprobleme mit der Zeit entstehen können. Außerdem finden Sie hier Informationen darüber, wie diese behandelt oder mithilfe regelmäßiger Kontrollen durch den Tierarzt und die richtige Fütterung bereits im Vorfeld vermieden werden können. 
 Anatomischer Aufbau des Pferdegebisses 
     Pferde kommen mit  12 bis 16 Milchzähnen  zur Welt. Das Milchzahngebiss bleibt ungefähr bis zum 3. Lebensjahr erhalten. Dann beginnt der  Zahnwechsel . Das bleibende Gebiss ist im fünften bis sechsten Lebensjahr vollständig ausgebildet. 
 Ein erwachsenes Pferd besitzt  36 bis 44 Zähne . Die genaue Zahl ist abhängig von der Anzahl der Hengst- und Wolfszähne. 
 Das Gebiss eines Pferdes setzt sich aus folgenden Zähnen zusammen: 
 
 12 Schneidezähne (lat.  Incisivi , engl.  incisors ) 
 0 bis 4 Hengstzähne (Eckzähne, engl.  canine ) 
 0 bis 4 Wolfszähne (engl.  wolftooth ) 
 24 Backenzähne (Mahlzähne, engl.  premolars  und  molars ) 
 
 Die 12 vorderen Backenzähne werden „ Prämolaren “ (engl.  premolars ) genannt, die hinteren 12 sind die „ Molaren “ (engl.  molars ). Das Besondere an den Backenzähnen eines Pferdes ist der Zahnschmelz. Dieser überzieht die Zähne nicht kappenartig, wie bei uns Menschen. Ein Pferdezahn ist außen mit  Zahnzement  umgeben, danach folgt der  Zahnschmelz  und in der Mitte das  Dentin . Diese unterschiedlich harten Substanzen nutzen sich unterschiedlich schnell ab. Dadurch entstehen  Schmelzkanten , die dem Zahn eine  raue Kaufläche  geben, um das Futter besser zu zermahlen. 
  Farbpigmente aus dem Futter können sich in der Oberfläche des Zahns anheften und den Zahn so verfärben . Die dadurch teilweise braun-schwarze Farbe der Pferdezähne ist deshalb  keine krankhafte Veränderung , sondern lediglich eine Verfärbung. 
 Sowohl die Schneide- als auch die Backenzähne eines Pferdes  nutzen sich pro Jahr ca. 2 bis 3 mm ab.  Um den Abrieb auszugleichen werden sie pro Jahr wieder um 2 bis 3 mm aus dem Zahnfach nachgeschoben. Die Zähne wachsen jedoch nur bis zu einem Alter von 7 bis 9 Jahren in ihrer Länge. Danach werden sie nur noch aus dem Kiefer in Richtung Maulhöhle rausgeschoben, werden aber insgesamt immer kürzer, bis sie  im Alter komplett abgenutzt  sind. 
 Eine große Zahnlücke zwischen den Eckzähnen und den ersten Backenzähnen ermöglicht es, dass ein Trensengebiss im Pferdemaul überhaupt Platz findet. 
 Hengstzähne beim Pferd 
  Hengstzähne , auch  Hakenzähne  genannt, liegen in der großen Lücke zwischen den Schneide- und den Backenzähnen. Sie sind, anders als der Name vermuten lässt, nicht ausschließlich bei Hengsten, sondern teilweise  auch bei Stuten  zu finden. Bei Stuten sind diese Zähne jedoch meist kleiner oder sind sogar nur unter dem Zahnfleisch zu ertasten. 
 Für die Futteraufnahme sind Hengstzähne ohne Relevanz.  Sie dienen als „Waffe“ für die Verteidigung bei Rangkämpfen . Der Aufbau dieser Zähne ist denen von Fleisch- oder Allesfressern ähnlich. Sie sind mit Zahnschmelz überzogen und werden, anders als die Backenzähne, nicht nachgeschoben. 
  Damit die spitzen Hengstzähne Zunge und Lippen nicht verletzen, müssen sie manchmal abgerundet werden.  
 Wolfszähne beim Pferd 
  Wolfszähne  sind „verkümmerte Backenzähne“, die vor den ersten richtigen Backenzähnen liegen. Sie sind nicht bei jedem Pferd gleich groß. Der Name „Wolfszahn“ steht in Anlehnung an die sogenannte „Wolfskralle“, eine verkümmerte Zehe an den Hinterläufen von Hunden. 
 Liegen Wolfszähne nicht sichtbar unterhalb der Zahnfleischoberfläche, werden sie „blinde Wolfszähne“ genannt. 
  Bei einigen Pferden, müssen die Wolfszähne im Jungpferdealter gezogen werden , da das Zahnfleisch zwischen ihnen und dem Gebiss eingequetscht werden kann oder sich die Wolfszähne lockern und so im Maul stören. Dies kann zu Rittigkeitsproblemen führen. 
 Zahnprobleme des Pferdes 
 Der Oberkiefer des Pferdes ist breiter als der Unterkiefer. Wird, wie bei unseren domestizierten Pferden, nicht genügend hartes Futtermaterial zermahlen, können im Oberkiefer  scharfe Kanten oder Haken  an der Außenseite der Backenzähne und im Unterkiefer an der Innenseite entstehen, die normalerweise auf natürliche Weise abgerieben werden. Die scharfen Kanten können zu einer Verletzung der Backenschleimhaut und der Zunge führen. 
 Gebissanomalien können zu einer  ungleichmäßigen Abnutzung der Zähne  führen. Wellen und Stufen entstehen, sodass der Druck beim Kauen nicht mehr richtig verteilt wird. Verschieben sich dadurch Zähne aus der Zahnreihe, oder kippt ein Backenzahn, entstehen Zahnzwischenräume ( Diastema ), in denen Futterreste stecken bleiben können. In der Folge kann es zur Ausbildung von schmerzhaften  Parodontaltaschen  kommen. Hierbei handelt es sich um Taschen im Zahnfleisch, die bis tief zum Kiefer reichen können. 
  Fehlen Zähne in der Zahnreihe, wird der entsprechende Gegenspieler nicht abgerieben . Der Zahn wird immer länger und behindert den Mahlvorgang des Pferdes beim Fressen. Solche Zähne werden auch „ Meißelzähne “ genannt. 
 
  Lange Schneidezähne  
 Bei  nicht ausreichender Abnutzung  besteht das Problem, dass viele Pferde wegen zu langen Schneidezähnen behandelt werden müssen, um die Balance wieder herzustellen. Stehen Zähne und Kiefer nicht richtig zueinander, werden die Zähne nicht gleichmäßig belastet und abgenutzt. Zu  lange Schneidezähne  sorgen dafür, dass die oberen und unteren Backenzähne nicht mehr richtig aufeinander liegen. Die Pferde müssen zum Kauen viel Druck ausüben um das Futter zwischen den Zähnen zermahlen zu können. Dies kann zu einer  Überlastung des Kiefergelenks  und einer  Verspannung im Kopf- und Halsbereich  führen. 
 
 
  Milchkappen  
 Beim Zahnwechsel können  festsitzende Milchzahnkappen  das Herausschieben des neuen Zahnes behindern. Sucht sich der neue Zahn deshalb einen anderen Weg durch den Kiefer, können  Entzündungen  entstehen. 
 
 
  Zahnstein  
  Zahnstein  setzt sich häufig an den Hakenzähnen oder den Schneidezähnen an. Einige Pferde neigen mehr als andere zur Zahnsteinbildung. Der Zahnstein muss mechanisch entfernt werden, damit er das Zahnfleisch nicht zurückdrängt oder es zu einer Zahnfleischentzündung kommt. 
 
 
  Karies  
 Das Entstehen von  Karies  ist beim Pferd ebenfalls möglich, wird jedoch durch die stetige Abnutzung und das Nachschieben des Zahns meist daran gehindert, sich weiterzuentwickeln. Eine Beschädigung des Zahnes, die Bildung von Zahnstein oder Futterreste in den Zahnzwischenräumen bieten  Bakterien  jedoch gute Bedingungen, um sich zu vermehren. 
 Eine zahnerhaltende Behandlung durch das  Ausbohren  und anschließende  Füllen  des betroffenen Zahnes ist auch bei Pferden möglich. 
 
 Symptome für Zahnprobleme beim Pferd 
 Einige Pferde leiden sehr lange still vor sich hin, bevor sie zeigen, dass ihnen die Zähne Schmerzen bereiten. Daher sollte eine  Zahnkontrolle regelmäßig  erfolgen, um Probleme rechtzeitig erkennen und behandeln zu können. 
 Sind Zahnprobleme bereits entstanden, können häufig bestimmte Symptome beim Pferd beobachtet werden. 
 Beim Fressen sind es meist die folgenden. 
 
 Gewichtsverlust trotz ausreichender Fütterung. 
 Langsames, vorsichtiges Fressen (bis hin zur Futterverweigerung) oder sehr hastiges Fressen. 
 Abnorme Kaubewegungen. 
 Futter fällt beim Fressen aus dem Maul. 
 Heuwickel werden gebildet. 
 Schmatzgeräusche beim Fressen. 
 Übermäßiges Speicheln. 
 
 Auch beim Reiten können bei Pferden mit Zahnprobleme bestimmte Symptome festgestellt werden. 
 
 Probleme beim Auf- und Abtrensen. 
 Spanniges Pferd beim Reiten. 
 Probleme beim Stellen, Verwerfen im Genick. 
 Pferd wehrt sich gegen den Zügel. 
 Pferd tritt nicht ans Gebiss heran. 
 Bocken, Steigen, Zungenfehler. 
 
 Aber auch andere Symptome bei Pferden auf Zahnprobleme hindeuten. 
 
 Ungenügend zerkleinerte Partikel im Kot. 
 Nasen- oder Tränenausfluss (oft einseitig). 
 Schwellungen im Kopfbereich. 
 Berührungsempfindlichkeit im Kopfbereich. 
 Verstopfungskolik. 
 Schlundverstopfung. 
 Mundgeruch. 
 Headshaking. 
 
 Spätestens jetzt sollte dringend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, um die Zähne zu kontrollieren. 
 Die Arbeit eines „Pferdezahnarztes“ 
     Den Begriff „Pferdezahnarzt“ gibt es eigentlich nicht und ist sogar falsch. Trotzdem wird er umgangssprachlich gerne verwendet. 
 Zahnarztes darf man sich lediglich nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium im Bereich Zahnmedizin nennen. Diese Absolventen sind jedoch nur im Humanbereich tätig. 
 Für die Zahnbehandlung beim Pferd gibt es  keinen separaten Studiengang . Nach einem abgeschlossenen Studium im Bereich Tiermedizin trägt man den Titel  Tierarzt . Anschließend können  Fortbildungen in der Zahnheilkunde  besucht werden. 
 In Deutschland besteht beispielsweise die Möglichkeit eine Prüfung gemäß der IGFP-Prüfungsordnung abzulegen. Tierärzte dürfen sich dann zusätzlich „ PferdeDentalPraktiker nach IGFP “ nennen. 
 Regelmäßige Kontrolle der Pferdezähne 
 Um Zahnproblemen beim Pferd vorzubeugen, ist eine regelmäßige Kontrolle der Zähne durch eine fachkundige Person wichtig. Bei jungen Pferden  bis 2,5 Jahren  wird eine  jährliche Kontrolle  empfohlen, um Fehlstellungen der Zähne frühzeitig erkennen und behandeln zu können. 
 Im Alter von  2,5 bis 4,5 Jahren  ist es ratsam,  zweimal im Jahr  zu kontrollieren, da sich die Pferde im  Zahnwechsel  befinden. Danach findet die Kontrolle meist wieder jährlich statt. 
 Bei alten Pferden kann es unter Umständen sinnvoll sein, wieder häufiger zu überprüfen, ob Zahnprobleme im Anmarsch sind. Bei Pferden über 25 Jahre sind die Zähne teilweise so abgenutzt, dass  kaum noch belastbare Kaufläche  zur Verfügung steht. 
 
 Eine regelmäßige Kontrolle und Korrektur der Zähne spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Pferdes. Ein guter Zahnstatus trägt zu einer ausreichenden Futteraufnahme, einer guten Rittigkeit und dem Wohlbefinden des Pferdes bei. 
 
 Die Zahnbehandlung 
 Eine Zahnbehandlung beginnt meist mit dem Spülen des Mauls und einer gründlichen Untersuchung der Maulhöhle. Damit das Pferd ruhig steht, der Stress für das Tier und das Verletzungsrisiko für den Tierarzt reduziert wird, erfolgt in den meisten Fällen eine  Sedierung . Mithilfe eines  Maulgatters  wird das Pferdemaul offen gehalten. Zur Positionierung des Pferdekopfes in der richtigen Höhe gibt es ein sogenanntes  Dentalhalfter . 
 Die weitere Behandlung richtet sich entsprechend der festgestellten Befunde. Werden beispielsweise Haken an den Backenzähnen festgestellt, können diese mit Handraspeln oder auch elektrischen Schleifgeräten entfernt werden. 
 Zähneputzen bei Pferden 
 Anders als bei uns Menschen ist  Zähneputzen bei Pferden nicht nötig . Zum einen würde ein Pferd diese Prozedur wahrscheinlich nicht tolerieren, zum anderen sind die Speichel- und Futterbestandteile bei Pferden nicht so „aggressiv“ gegenüber den Zähnen, da Pferde reine Pflanzenfresser sind. Der  Zahnzement , der die Oberfläche eines Pferdezahns bedeckt, kann zudem eine gewisse „Selbstheilung“ betreiben. Ein weiterer Grund, der Zähneputzen bei Pferden nicht nötig macht, ist die Tatsache, dass ständig neue Zahnsubstanz aus dem Zahnfach nachgeschoben und wieder abgerieben wird, was indirekt einer „ Zahnerneuerung “ gleich kommt. 
 
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                            <updated>2019-03-12T12:49:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Der Einfluss von Licht auf die Gesundheit eines Pferdes</title>
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                                            Licht hat auch bei Pferden einen direkten Einfluss auf den Körper. Die Beleuchtungsstärke z.B. im Stall oder in der Reithalle spielt deswegen eine wichtige Rolle. Auch die Lichtfarbe kann einen Einfluss auf das Pferd haben.
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 Licht hat auch bei Pferden einen direkten Einfluss auf den Körper.  Die Beleuchtungsstärke im Stall oder der Reithalle spielt deswegen eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden und die Leistungsbereitschaft. 
 Sogar aus therapeutischer Sicht kann Licht, bzw. die verschiedenen Lichtfarben, nützlich sein. 
 Einfluss von Licht auf den Körper des Pferdes 
 Licht spielt eine wichtige Rolle für den Organismus. Es nimmt direkten Einfluss auf die Melatonin-Bildung.  Melatonin  wird umgangssprachlich auch „Schlafhormon“ genannt. Bei Dunkelheit wird vermehrt Melatonin gebildet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine gute Beleuchtung im Stall dazu führt, dass die Pferde allgemein wacher und aktiver sind. 
 Genügend Licht ist zudem wichtig, um die sogenannte „Winterdepression“ zu verhindern. Ähnlich wie wir Menschen sind auch Pferde vom Licht abhängig und neigen bei mangelnder Lichtzufuhr zu  depressionsähnlichen Zuständen . Sie kommen beim Reiten schlechter in Gang und werden allgemein etwas träger. Dies ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Eine kürzere Tageslichtlänge im Winter lässt den Organismus herunterfahren, um Energie zu sparen, welche für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur genutzt werden kann. 
 Bei Stuten hat das Licht  Einfluss auf die Fruchtbarkeit . Durch mangelnde Lichtzufuhr im Winter, werden Stuten seltener oder gar nicht rossig. Mit dem richtigen Lichtmanagement lässt sich daher Einfluss auf den Sexualzyklus der Stute nehmen und zum Beispiel der Zeitpunkt der ersten Rosse im Frühjahr vorverlegen. 
 Auch der  Fellwechsel wird vom Licht gesteuert . Steht der Winter vor der Tür, hat weniger die Kälte, sondern mehr die Tageslichtlänge einen Einfluss auf das Zulegen des Winterfells. Durch die nun längeren Dunkelphasen ist der Melatoninspiegel im Körper im Tagesdurchschnitt höher als im Sommer, bei vielen Sonnenstunden. Dem Organismus wird mitgeteilt, dass der Winter vor der Tür steht und das Pferd beginnt mit dem Schieben des Winterfells.  Das Licht steuert somit den Startpunkt des Fellwechsels.  Die Temperatur hingegen soll dafür einen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Fellwechsels und die Dichte des Haarkleides haben. 
 Für die  Vitamin-D-Synthese  im Organismus ist die  UV-B-Strahlung  von Sonnenlicht unverzichtbar. Vitamin D ist im Körper wiederum am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, unterstützt das Immunsystem und spielt eine Rolle bei der Stressverarbeitung. 
 Sind Pferde lange intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt, können sie jedoch einen Sonnenbrand bekommen. Besonders empfindlich gegenüber Sonne sind beim Pferd schwach pigmentierten Hautareale mit geringer Haardichte. Dazu gehören vor allem die Bereiche rund um die Nüstern und um die Augenpartie, sowie auf der Stirn. 
 Das richtige Lichtsystem Stall und Reithalle 
     In den „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, wir als Richtwert für die Beleuchtungsstärke im Pferdestall  mindestens 80 Lux über mindestens 8 Stunden täglich  festgesetzt. 
 In anderen Quellen wird sogar  150 bis 200 Lux  als Minimum für die Beleuchtungsstärke im Stall angegeben. 
 Für Reithallen ist eine noch höhere Beleuchtungsstärke empfehlenswert. Beim alltäglichen Training sollte diese bei 200 bis 300 Lux liegen. Für Springreiten sind mindestens 300 Lux, für den Wettbewerbsbetrieb sogar 400 bis 500 Lux empfohlen. 
 Eine ausreichende Beleuchtung im Stall oder der Reithalle ist in vielerlei Punkten wichtig. Jedes Pferd hat das Bedürfnis nach Sozialkontakt zu Artgenossen. Ist dies nicht möglich, ist zumindest der Sichtkontakt zu erfüllen. Bei Isolation kann dies die Langeweile fördern und zu Verhaltensstörungen führen. 
 In der Reithalle wird durch eine gute Lichtplanung zudem vermieden, dass sich  Schatten und Lichtflecken  bilden, vor denen besonders junge Pferde sich schnell erschrecken. Pferde können zwar in der Dämmerung besser sehen als wir Menschen, brauchen jedoch länger um sich auf den Wechsel von Dunkelheit und Helligkeit einzustellen. Schattenwurf in der Reithalle erhöht dadurch das Risiko, dass die Pferde stolpern, weil sie sich nicht so schnell an die veränderten Lichtverhältnisse anpassen können. 
 Eine Lichtplanung muss immer individuell erfolgen. Je nach Raumaufteilung oder Nutzungsart des Gebäudes oder Reitplatzes sind  unterschiedliche Lichtkonzepte  sinnvoll. 
 Bei einem guten Lichtsystem im Stall spielt jedoch nicht nur die Wahl der richtigen Lampen eine Rolle, sondern auch  Größe, Anzahl und Platzierung von Fenstern . Künstliches Licht kann das natürliche Tageslicht nicht vollständig ersetzen, da es nicht das  gesamte Farbspektrum  enthält. Deswegen sollte auch durch tägliche Bewegung unter freiem Himmel dafür gesorgt werden, dass die Pferde viel  natürlichem Licht  ausgesetzt sind. 
 Farbtherapie bei Pferden 
 Bei der Farbtherapie steht, wie der Name schon vermuten lässt, nicht die Lichtintensität, sondern die Farbwahl im Vordergrund. Hierbei ist es sogar egal, ob das Pferd die Lichtfarbe sieht. Es geht vielmehr darum, dass die  Farbschwingung  auf die Schwingung der Körperzellen wirken soll. 
 Jeder Farbe wird dabei eine unterschiedliche Wirkung auf den Pferdekörper nachgesagt. 
 
  Rot  
 Diese Farbe steht für Stärke / Kraft und Mut. Die Farbschwingung von rotem Licht soll aktivierend, wärmend, durchblutungsfördernd und kreislaufanregend wirken. Sie wird deshalb zur energetischen Behandlung bei Energiemangel eingesetzt. 
 
 
  Blau  
 Diese Farbe steht für Ruhe / Stille. Die Farbschwingung von blauem Licht soll allgemein beruhigend, kühlend und schmerzstillend wirken. 
 
 
  Grün  
 Diese Farbe steht für Balance und Ausgeglichenheit. Die Farbschwingung von grünem Licht soll ausgleichend, harmonisierend und kräftigend wirken. 
 
 Solarium für Pferde 
 Eine mittlerweile häufig angewendete Form der „Lichttherapie“ findet beim Pferdesolarium ihre Anwendung. Das Solarium wird jedoch nicht zum Bräunen der Haut eingesetzt, sondern soll beispielsweise die Muskulatur des Pferdes vor dem Training aufwärmen. Es wird  kurz-, mittel- und langwelliges Infrarotlicht  erzeugt, welche unterschiedlich tief ins Gewebe eindringen. 
 Der Einsatz des Pferdesolariums soll verkrampfte Muskeln entspannen, die Durchblutung fördern, den Stoffwechsel anregen und den Lymphfluss verbessern. 
 Sehsinn des Pferdes 
 Pferde sind in der Lage kurz- und mittelwelliges Licht zu verarbeiten. Für die Verarbeitung von langwelligem Licht fehlen ihnen die entsprechenden Zapfen auf der Netzhaut. Aus diesem Grund können Pferde die Farbe  Rot nicht sehen . Die Farbe Blau können Pferde am besten erkennen. 
 
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                            <updated>2019-01-23T12:53:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wenn Pferde Kot und Sand fressen - natürlich oder gefährliche Verhaltensstörung</title>
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                                            Bei einigen Fohlen kann Kotfressen manchmal beobachtet werden. Doch auch ausgewachsene Pferde greißen manchmal auf Kot oder Sand als Nahrung zurück. Welche Gründe kann es dafür geben und welche Gefahr besteht?
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 Besonders bei Fohlen wird Kotfressen häufiger beobachtet. Aber auch ausgewachsene Pferde nutzen den Kot ihrer Artgenossen manchmal als Nahrung. Sogar Sand wird von einigen Tieren gefressen. Warum tun Pferde das und können dadurch sogar gesundheitliche Probleme entstehen? 
 Warum Pferde Kot fressen 
 Es gibt verschiedene Theorien, warum Pferde ihren eigenen oder den Kot ihrer Artgenossen fressen. 
 Bei jungen  Fohlen  ist das Kotfressen häufig zu beobachten. Es dient dem Aufbau einer gesunden Darmflora und ist daher normal und sogar erwünscht. Sie nehmen über den Kot ihrer Mutter  wichtige Mikroorganismen und Bakterien  auf, um ihre eigene, noch nicht ausgereifte Darmflora zu verbessern. Dieses Verhalten wird auch  Koprophagie  genannt. 
 Bei ausgewachsenen Pferden ist das Kotfressen jedoch kein normales Verhalten. Es kann auf verschiedene Probleme hindeuten. Hier haben wir einige mögliche Gründe für dieses Verhalten aufgeslistet. 
 
  Unart  (Verhaltensauffälligkeit beispielsweise durch Stress, Langweile) 
  Hunger  (nicht genügend Raufutter zur Verfügung) 
  Mangel an Mineralstoffen  (unausgewogene Fütterung) 
  Mangel an Rohfaser  in der Futterration (nicht genügend Raufutter zur Verfügung) 
  Langeweile  (kann auch durch zu wenig Raufutterangebot ausgelöst werden) 
  Gestörte Darmflora  (das Pferd versucht fehlende Bakterien über den Kot eines Artgenossen aufzunehmen und so die eigene Darmflora zu verbessern) 
 
 Warum Pferde Sand fressen 
 Die Gründe für das Fressen von Sand ( Geophagie ) können ebenfalls unterschiedlich ausfallen, sind den Gründen für das Kotfressen jedoch sehr ähnlich. 
 
  Langeweile  
  Mangel an Raufutter  
  Unart  (Verhaltensauffälligkeit beispielsweise durch Stress, Unter- oder Überforderung) 
  Gras so kurz , dass Graswurzel inklusive Sand mitgefressen werden 
  Erhöhter Bedarf an Mineralien  (beipsielsweise durch geschwächtes Immunsystem oder Fellwechsel) 
 
 Ab wann es schädlich ist, wenn das Pferd Kot oder Sand frisst 
     Generell geht durch die Aufnahme von kleinen Mengen Kot per se meist keine Gefahr aus, jedoch kann die Ursache für dieses Verhalten langfristig zu Problemen führen. Wenn Pferde Kot fressen, zeigen sie damit an, dass etwas nicht stimmt. Liegt zum Beispiel eine  gestörte Darmflora  vor, kann diese zu einem geschwächten Immunsystem und dadurch zu erhöhter Anfälligkeit für Infektionen führen. Eine ungenügende Menge an Raufutter hingegen kann z.B. zu  Magengeschwüren  führen. Daher sollte man die Ursachen für dieses Verhalten schnell ausmachen und das Problem beheben! 
 Auch die Ursache für das Fressen von Sand sollte dringend behoben werden. Nehmen Pferde über einen längeren Zeitraum zu große Mengen an Sand auf, kann sich dieser im Verdauungstrakt ansammeln. Es besteht die Gefahr einer  Sandkolik ! 
 Was dagegen getan werden kann 
 Eine wichtige Maßnahme um das Fressen von Kot oder Sand einzudämmen, ist eine  ganztätige Bereitstellung von Raufutter . Im Magen des Pferdes wird permanent Magensäure produziert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Pferd  über den ganzen Tag verteilt kleine Futterportionen  aufnimmt und der Magen immer leicht gefüllt wird. Gleichzeitig erreicht man so, dass die Tiere beschäftigt sind und Langeweile ausbleibt. Generell sollte immer auf eine  gute Heuqualität  geachtet werden. 
  Bei zu Übergewicht neigenden Pferden eignet sich ein grobstängeliges Heu von einem späten Schnitt, da dies weniger Energie enthält.  
    Wird als Grund eine gestörte Darmflora ausgemacht, sollte gegebenenfalls über eine  Futteranpassung  nachgedacht werden. Mit speziellen Ergänzungsfuttermitteln kann die Darmflora zusätzlich unterstützt werden. Bei einigen Pferden ist auch eine  Wurmkur  sinnvoll, da eine gestörte Darmflora gute Bedingungen für Würmer darstellt. 
 
 Dieser Beitrag stellt lediglich eine kleine Übersicht über die Thematik dar. Da das Fressen von Kot und Sand wie erwähnt manchmal auf ernsthafte Probleme schließen lässt oder zu ernsthaften Problemen führen kann, ist immer der Rat eines Tierarztes einzuholen. 
 
 
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                            <updated>2018-08-08T12:22:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Die Welt durch Pferdeaugen sehen - Besonderheiten des Pferdeauges</title>
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                                            Nicht nur die anatomische Lage unterscheidet die Augen der Pferde von denen des Menschen. Um das Verhalten eines Pferdes besser zu verstehen, hilft es, sich anzusehen, wie Pferde die Welt durch ihre Augen wahrnehmen.
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 Da Pferde zu den Fluchttieren gehören, ist nicht nur ein gutes Gehör, sondern auch ein guter Sehsinn für Pferde in freier Wildbahn besonders wichtig. Dadurch können sie eine mögliche Gefahr frühzeitig wahrnehmen und gegebenenfalls schnell flüchten. 
 Die Besonderheiten des Pferdeauges 
 Nicht nur die anatomische Lage unterscheidet die Augen der Pferde von denen des Menschen. Auch der Aufbau und die Funktionsweise sind in einigen Punkten unterschiedlich. 
 Um das Verhalten eines Pferdes besser zu verstehen, hilft es, sich anzusehen, wie Pferde die Welt durch ihre Augen wahrnehmen. 
 Fluchttier mit Rundumblick 
 Pferde besitzen ein sehr großes Gesichtsfeld. Sie können  fast 330 Grad überblicken , ohne den Kopf zu drehen und besitzen dadurch nahezu einen  Rundumblick . Als Fluchttiere können sie so mögliche Feinde in der Natur schnell entdecken. Auch die längliche, querovale Pupille macht den „Panorama-Rundumblick“ möglich. Zum Vergleich: Wir Menschen können lediglich 200 Grad überblicken. Grund für den guten Überblick ist die seitliche Anordnung der Augen. Lediglich  hinter dem Schweif haben Pferde einen toten Winkel von etwa 30 Grad , sowie ein kleiner Bereich direkt vor der Stirn. 
 Die seitliche Anordnung der Augen hat jedoch den Nachteil, dass Pferde nur vorne, in einem  Bereich von etwa 60 Grad , ihre Umgebung  dreidimensional  (binokulares Sehen = beidäugig sehen) wahrnehmen.  Seitlich des Kopfes sehen sie nur zweidimensional  (monokulares Sehen = einäugig sehen). Wenn Pferde etwas genauer inspizieren wollen, versuchen sie daher das Objekt ins räumliche Sichtfeld zu bekommen. Lassen Sie Ihrem Pferd daher in einer solchen Situation genügend Kopffreiheit, damit es seine Umgebung genau betrachten kann. 
  Auch der Blickwinkel nach oben ist eingeschränkt , da Pferde keine natürlichen Feinde haben, die von dort aus angreifen. Dies ist der Grund warum Pferde den Kopf vor einem Hindernis nach oben nehmen müssen. Sie würden den Sprung sonst nur unscharf sehen. 
 Die besondere Verknüpfung von Gehirn und Auge beim Pferd 
 Eine weitere Besonderheit hat wohl jeder Reiter schon einmal erlebt, aber vielleicht den Grund dafür nicht verstanden. Das Pferd geht gelassen an einem Gegenstand am Rand der Reitbahn vorbei. Reitet man auf der anderen Hand daran vorbei, scheut es auf einmal. Dabei müsste es den Gegenstand doch wiedererkennen, oder? Die Antwort ist jedoch nein. 
 Bei Pferden ist das linke Auge mit der rechten Gehirnhälfte verbunden und das rechte Auge mit der linken Gehirnhälfte. Die Verknüpfung der Gehirnhälften durch den  Corpus Callosum  (Balken) funktioniert nicht immer reibungslos. Die Übertragungsrate der Informationen ist nicht so hoch wie bei uns Menschen.  Deshalb kann es passieren, dass ein Gegenstand der auf der linken Hand gesehen wurde, auf der rechten Hand nicht wiedererkannt wird.  Die Informationen zum Gegenstand wurden nicht von der einen Gehirnhälfte zur anderen übermittelt. Das Pferd muss die Situation also neu einschätzen. 
 Ferner wird sogar vermutet, dass  Pferde auf der linken Hand häufiger scheuen als auf der rechten.  Grund dafür soll sein, dass die rechte Gehirnhälfte, die mit dem linken Auge verbunden ist, das emotionale Gehirnzentrum beinhaltet. Bei unruhigen Pferde wurde beobachtet, dass sie häufiger das linke Auge nutzen. Ruhige Pferde betrachten unbekannte Situationen in ihrer Umgebung überwiegend mit dem rechten Auge. 
 Farbenwelt der Pferde 
 Auf der Netzhaut eines Pferdeauges befinden sich nur  2 Arten von Zapfen . Deshalb zählen Pferde wie fast alle Säugetiere zu den  Dichromaten . Sie sind in der Lage kurz- und mittelwelliges Licht zu verarbeiten. Zapfen für langwelliges Licht fehlen. Daher sind Pferde  nicht in der Lage die Farbe Rot zu sehen . Sie nehmen ihre Umgebung in blau, gelblich-grün und in Grautönen wahr, ähnlich wie Menschen mit Rot-Grün-Schwäche. 
 Da Pferde  Blau am besten sehen  können, wird die Farbe für Hindernisse oder Absperrungen empfohlen. 
 Fokussierung beim Pferdeauge 
 Die Umstellung (Adaption = Gewöhnungsphase) des Auges von Helligkeit zu Dunkelheit erfolgt bei Pferden langsamer als bei uns Menschen. Aus diesem Grund fällt es einigen Pferden anfangs schwer, in einen dunklen Anhänger zu steigen. Hat sich das Auge an die geänderten Lichtverhältnisse angepasst, können Pferde bei Dämmerung jedoch besser sehen, als wir. 
 Pferde tendieren zur  Weitsichtigkeit , um Raubtiere in der Natur frühzeitig schon aus der Ferne zu erkennen. Um Objekte im Nahbereich zu fokussieren (Akkommodation) brauchen Pferde länger als Menschen.  Für das Pferd als Fluchttier ist es nicht wichtig jedes kleine Detail scharf sehen zu können, sondern jede kleine Bewegung wahrzunehmen . Deshalb versuchen Pferde immer den Horizont im Auge zu behalten. 
 Augenfarben bei Pferden 
      Die am häufigsten auftretende Augenfarbe bei Pferden ist ein dunkles braun .  Bei einigen erscheinen sie fast schwarz. Seltener sind bei Pferden blaue bis blau-grüne Augen zu entdecken. Je mehr Melanin (Farbpigmente) in der Regenbogenhaut (Iris) gebildet wird, desto dunkler die Augenfarbe. 
  Fischauge   So nennt man ein besonders  helles, glasiges, blauweißes Auge . In diesem Fall fehlen die Farbpigmente im Irisstroma. Die hintere Schicht (Pigmentblatt) der Iris schimmert hindurch und lässt das Auge blau erscheinen. 
  Menschenauge   Um die farbige Iris herum ist das Weiße des Augapfels sichtbar, auch wenn das Pferd die Augen nicht bewegt. 
  Birkauge / Glasauge   Bei einem Birkauge weist die Iris  ein oder mehrere weiße Flecken  auf. In diesen Bereichen liegt ein  Pigmentmangel  vor. Ist die gesamte Iris weiß, spricht man von einem  Glasauge . 
  Traubenkörner   Um das Auge vor zu hoher Lichteinstrahlung zu schützen, kann sich die Pupille zusammenziehen. Zusätzlich zu diesem Mechanismus besitzen Pferde sogenannte Traubenkörner (lat.  Granula iridica ). Diese sind als  dunkle Flecken am oberen und unteren Rand der Pupille  zu erkennen. Es wird vermutet, dass sie die Pupillenöffnung zusätzlich begrenzen sollen und so das Auge vor zu hohem Lichteinfall schützen. Außerdem sollen sie an der Produktion des Kammerwassers beteiligt sein. 
 Traubenkörner sind dunkel pigmentierte Vergrößerungen des blinden, lichtunempfindlichen Teils der Netzhaut (Retina).  Ihre Größe und Anordnung ist bei jedem Pferd individuell . Dadurch können sie auch zur Identifizierung dienen. 
 Augenerkrankungen bei Pferden 
 Einige Augenerkrankungen sind allgemeingültig für viele Tierarten. Dazu gehören zum Beispiel  Bindehautentzündungen, Grauer Star (Katarakten), Grüner Star (Glaukom), Nickhautvorfall oder Verletzungen der Hornhaut . Es gibt jedoch einige Augenerkrankungen, die für Pferde spezifisch sind bzw. häufig auftreten. 
 Mondblindheit / periodische Augenentzündung / Equine rezidivierende Uveitis (ERU) 
 Bei dieser Augenerkrankung ist die mittlere Augenhaut (Uvea) des Pferdes entzündet. Die Entzündung tritt ein- oder auch beidseitig in Intervallen auf. Jeder neue Schub verschlechtert die Sehleistung des Auges. Die Bindehaut ist gerötet, die Augenlider sind geschwollen, die Hornhaut und die Linse werden trüb (Hornhautödem). Die Krankheit  kann zur Erblindung führen  und ist bislang  nicht heilbar , kann jedoch mit einer entsprechenden Behandlung verzögert werden. Teilweise wird die Erkrankung jedoch erst bemerkt, wenn bereits eine massive Sehstörung vorliegt. Als Ursache wurden zunächst Bakterien vermutet. Heute geht man jedoch von einer  immunassoziierten Reaktion  aus. Die periodische Augenentzündung ist die am häufigsten auftretende  Augenerkrankung bei Pferden . 
 Keratomykose 
 Bei der Keratomykose handelt es sich um eine  Pilzinfektion der Hornhaut . Diese äußert sich jedoch durch ein vielfältiges Krankheitsbild und stellt den Tierarzt daher vor eine diagnostische Herausforderung. Das Auge tränt und die Hornhaut weist Läsionen aus. Es kann zu Gefäßeinsprossung und Trübung der Hornhaut kommen. Damit ist sie nur schwer von einer einfachen Hornhauterosion zu unterscheiden. Eine Pilzinfektion entsteht meist nach einer Verletzung der Hornhaut. Für den Nachweis der Pilzhyphen wird ein Abstrich der Hornhaut für eine zytologische Untersuchung entnommen. Die Behandlung kann lokal mit einem  Antimykotika  erfolgen. Zusätzlich wird Antibiotika verabreicht, um eine Sekundärinfektion durch Bakterien auszuschließen. Wachsen die Pilzhyphen jedoch ins Augeninnere, kann das Auge irreversibel zerstört werden. 
 Herpeskeratitis 
 Diese entzündliche Erkrankung der Hornhaut  kann nach einer Infektion des Pferdes am equinen Herpesvirus auftreten . Die Bindehaut ist gerötet und die Hornhaut zeigt viele punktförmige weiß-gräuliche Trübungen. Das Auge ist lichtempfindlich und tränt. Es kann zu Einsprossung von Blutgefäßen kommen. Herpesviren können im Ruhestadium im Körper verbleiben. Ist das Immunsystem geschwächt, können sie wieder aktiviert werden und eine erneute Entzündung der Hornhaut verursachen. Die Behandlung der Herpeskeratitis kann lokal mit Virustatika erfolgen. 
 Plattenepithelkarzinom 
 Das Plattenepithelkarzinom ist der häufigste  Tumor , der im Bereich der Augenlider, der Nickhaut oder am Übergang von Bindehaut zur Hornhaut, auf unpigmentierten Stellen vorkommt. Das Karzinom ist meist rosa gefärbt und hat eine unregelmäßige, blumenkohlartige Oberfläche. Im Bereich der Bindehaut/Hornhaut kann die Wucherung zur Erblindung führen. Ein Plattenepithelkarzinom am Augenlid oder der Nickhaut behindert den Lidschluss und führt zu einer mechanischen Reizung. Das Plattenepithelkarzinom tritt häufig bei bestimmten Rassen wie Haflinger, Appaloosa und Belgier und bei älteren Pferden auf. Ohne Behandlung kann sich der Tumor auch in angrenzendes Gewebe ausdehnen. 
 
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                            <updated>2018-05-16T13:20:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mit dem Pferdeanhänger unterwegs - Sicher reisen mit dem Pferd</title>
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                                            Wenn ein Transport mit dem Pferdeanhänger ansteht, sind einige Dinge zu beachten. Neben der Technischen Ausrüstung betrifft dies unter anderem auch das Verladen und das Verhalten während der Fahrt.
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 Ob zum Turnier, zum Tierarzt oder auch in den Urlaub, irgendwann steht mit Sicherheit ein Transport mit dem Pferdeanhänger an. Damit die Fahrt für Pferd und Fahrer sicher verläuft, sind einige Dinge zu beachten. 
 Technische Ausrüstung des Pferdeanhängers 
 Damit die Fahrt mit dem Pferdeanhänger überhaupt losgehen kann, ist natürlich ein  gültiger Führerschein für PKW und Anhänger  Pflicht. Wenn unklar ist, welcher Führerschein für das Gespann benötigt wird, sollte Rücksprache mit einer  Fahrschule  gehalten werden. 
 Für die teilweise große Anhängelast muss auch das Fahrzeug zugelassen sein. Generell sind Allrad-PKW zu empfehlen, die auch auf schlüpfrigem Untergrund genug Traktion haben. 
 
 Der einwandfreie technische Zustand von Zugfahrzeug und Pferdeanhänger ist Grundvoraussetzung für einen sicheren Transport des Pferdes. 
 
 Am Pferdeanhänger dürfen keine scharfen Kanten hervorstehen, die ein Verletzungsrisiko darstellen können. Vor allem der  Zustand von Reifen, Bremsen und der Fußboden des Hängers  sollten regelmäßig überprüft werden. 
 Ein guter Hänger verfügt außerdem über einen  rutschfesten Belag des Bodens und der Verladerampe.  Der Innenraum ist ausreichend groß, hell und freundlich, vorzugsweise mit Fenstern, damit das Pferd keine Platzangst bekommt. Die Beleuchtungsvorrichtung für Fahren bei Dunkelheit sollte funktionstüchtig sein. 
 Bei Brust – und Heckstange sollten  Sicherheitsstifte  (Splint) zum sicheren Verriegeln vorhanden sein. Werden unterschiedlich große Pferde transportiert, ist es schön, wenn die Stangen in der Höhe verstellbar sind, damit sie an die Größe des Pferdes angepasst werden können. Bei einigen Anhängermodellen verfügt die Bruststange sogar über eine Panikentriegelung. Diese kann von außen gelöst werden, wenn das Pferd mit den Vorderbeinen über die Stange geraten ist. 
 Was viele nicht wissen,  Einstreu im Pferdeanhänger ist Pflicht . Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass beim Transport sichergestellt werden muss, dass weder Urin noch Mist aus dem Anhänger auslaufen beziehungsweise herausfallen und es ist dafür zu sorgen, dass der Boden rutschfest ist. 
 Verladen ohne Stress fürs Pferd 
 Unerfahrene Pferde sollten langsam und behutsam ans Verladen und die Fahrt im Hänger gewöhnt werden. Dazu beginnt man am besten zunächst nur mit dem Auf- und Abladen Zuhause. Dabei ist eine  zweite Person als Hilfe  ratsam. Der Untergrund zum Üben muss  rutschfest  sein, da besonders beschlagene Pferde leicht wegrutschen und in Panik geraten können. Als Verladehilfe sind  seitliche Begrenzungen der Rampe  nützlich. Dazu kann man auch einfach dicht neben eine Hauswand fahren. Um dem Pferd das Einsteigen zu erleichtern kann die Trennwand in der Mitte, falls vorhanden, erstmal zur Seite gestellt werden. So wirkt der Hänger nicht so beengt. Manchmal hilft es auch die vordere kleine Tür während des Verladens zu öffnen, damit der Innenraum des Hängers heller wird und die Pferde sehen können, was sich dahinter befindet. Ganz ängstlichen Pferden hilft oft auch ein  verladefrommes Begleitpferd , welches zuerst auf den Anhänger gebracht wird. 
 Wenn das Auf- und Abladen des Pferdes ohne Stress und Aufregung klappt, sollten erstmal nur kurze Fahrten unternommen werden, um das Pferd an das ungewohnte Schaukeln des Untergrundes und die Fahrtgeräusche zu gewöhnen. Das Anbieten von  Heunetzen  während der Fahrt hat sich als sehr beruhigend herausgestellt, da die Tiere beschäftigt sind. 
 Generell sollte Futter nur auf dem Hänger als Belohnung verabreicht werden. Futtergaben vor oder während des Verladens motivieren das Pferd nicht, die Rampe komplett zu erklimmen. 
 
  Tipp  
 Hat das Pferd Schwierigkeiten gerade und ruhig rückwärts aus dem Anhänger zu steigen, hilft es, zunächst das Rückwärtsrichten an der Hand auf dem Reitplatz zu üben. 
 
 Sicherheit beim Verladen &amp;amp; Transport 
 Beim Transport von nur einem Pferd wird dieses stets auf die linke Seite gestellt. Bei 2 Pferden, kommt das schwerere Pferd nach links. Grund dafür ist, dass jede Straße im Normalfall leicht nach rechts abfällt, damit das Regenwasser abfließen kann. Die leichte Rechtsneigung des Anhängers würde durch ein schweres Pferd auf der rechten Seite verstärkt werden. Dies erhöht das Risiko, dass der Anhänger umkippt. 
 
  Wichtig  
 Beim Ab- und Verladen des Pferdes muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Pferd niemals angebunden ist, wenn die hintere Sicherheitsstange nicht verriegelt ist! Wenn sich das Pferd erschreckt und angebunden zurückwirft, kann es mit den Hinterbeinen seitlich neben die Klappe treten und bleibt so verkeilt hängen, wenn die hintere Stange offen ist. 
 
  Beim Anbinden des Pferdes gilt, so kurz wie möglich und so lang wie nötig oberhalb der Stange anbinden.  
 Das bedeutet, das Pferd muss noch entspannt stehen können, darf jedoch nicht so viel Spielraum haben, dass es den Kopf komplett nach hinten drehen kann. Sonst besteht die Gefahr, dass es während der Fahrt versucht, sich umzudrehen oder mit dem Vorderbein in die Schlaufe tritt, wenn es den Kopf nach unten neigt. 
 
  Sonderfall  
 Da Fohlen es noch nicht kennen, angebunden zu stehen, werden sie häufig ohne Fixierung transportiert. In diesem Fall ist immer eine durchgängige Brust- und Heckstange zu verwenden und die Öffnung über der Verladerampe mit einem Fohlengitter zu sichern. 
 
 Weiter muss darauf geachtet werden, dass die  Verriegelungshebel der Rampe beim Auf- und Abladen immer eingeklappt  sind. An seitlich herausragende Hebeln kann das Pferd hängenbleiben oder sich beim rauftreten schwer verletzen. 
 Für etwas Schutz beim Pferdetransport sorgen sogenannte  Transportgamaschen , die die empfindlichen Pferdebeine schützen. Diese sollten auch bei kürzeren Fahrten angelegt werden, da das Auf- und Abladen die kritischsten Momente beim Pferdetransport sind. 
 Eine leichte Decke an kühlen Tagen oder eine  Abschwitzdecke , bei verschwitzen Pferden (auch bei Stressschwitzen) gehören ebenfalls zur Ausrüstung, damit das Pferd während der Fahrt nicht kalt wird. 
 Den  Equidenpass des Pferdes  sollte man immer dabeihaben. 
 Die richtige Fahrweise 
     Die richtige Fahrweise mit einem mit Pferden beladenen Anhänger erfordert einiges an Übung und Feingefühl. Er verhält sich deutlich anders, als ein leerer Anhänger. Besonders wenn man unruhige Pferde fährt, bekommt der Anhänger ein gewisses „Eigenleben“. Die verursachten Schwingungen und das höhere Gewicht muss während der Fahrt berücksichtigt werden. Auch Seitenwind muss bei der hohen Bauweise eines Pferdeanhängers beachtet werden. Eine  ruhige, gleichmäßige und vorausschauende Fahrweise  ist dafür notwendig! Schnelles Fahren durch Kurven sollte ebenso vermieden werden wie abruptes Bremsen und Anfahren. Das Pferd wird dadurch unnötig gegen Brust-, Heck-, oder Seitengestänge geschleudert und könnte in Panik geraten und sich verletzen. Generell ist die Verwendung von  Anbindestricken mit Panikhaken und Sicherheitsknoten  zu empfehlen. Diese ermöglichen ein schnelles Öffnen in heiklen Situationen. 
 Um hektisches und rasantes Fahren vorzubeugen, sollte immer genug Fahrzeit eingeplant werden, damit es nicht schon beim Verladen stressig wird.  Bei längeren Fahrten sollten Pausen eingeplant werden, um dem Pferd Futter und Wasser zur Verfügung zu stellen.  Das Abladen während dieser Pausen ist jedoch nur an geeigneten Plätzen ratsam! An Rastplätzen geht es oft hektisch zu und die Unruhe könnte das wieder Verladen schwierig gestalten. Möchte man seinem Pferd bei langen Fahrten eine Ruhepause oder Bewegung gönnen, sollte man sich stattdessen lieber bei einem auf der Route gelegenen Pferdehof anmelden und um Erlaubnis für einen Zwischenstopp bitten. 
 Auf deutschen Straßen ist mit dem Pferdeanhänger außerhalb geschlossener Ortschaften, wenn nicht anders ausgeschildert, eine maximale Höchstgeschwindigkeit von  80 km/h  erlaubt. Durch eine Umrüstung des Hängers, kann dieser auch für  100 km/h  zugelassen werden und bekommt eine entsprechende Plakette. 
 Tipp für Anfänger 
 Jedem, der noch nie ein Pferd verladen hat und bisher noch nicht mit einem Pferdeanhänger unterwegs war, empfehle ich immer, eine  erfahrene Person um Hilfe zu bitten . Dadurch können viele Fehler von Anfang an vermieden werden und der Ausflug mit dem Pferd wird für alle Seiten entspannter.  Die Sicherheit von Mensch und Tier sollte immer an oberster Stelle stehen.  Deshalb scheut euch nicht, andere Menschen zu fragen und um Hilfe zu bitten. 
 
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                            <updated>2018-01-24T14:56:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gesunde Pferdehufe - ein stabiles Fundament für ein bewegtes Leben</title>
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                                            Die Hufe des Pferdes tragen das gesamte Körpergewicht, entlasten Sehen und Gelenke und bieten einen sicheren Halt. Damit dieses wichtige Fundament des Körpers ein Leben lang tragt, gibt es einiges zu beachten.
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 Die Hufe des Pferdes erfüllen viele wichtige Aufgaben. Sie tragen das gesamte Körpergewicht, entlasten Sehen und Gelenke und gewährleisten einen sicheren Halt. Besonders da Pferde zu den  Lauftieren  gehören, spielt die regelmäßige Pflege der Hufe eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und Leistungsbereitschaft. Die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Hufe trägt maßgeblich zur Hufgesundheit bei. 
 Aufbau des Pferdehufes 
 Der Aufbau des Pferdehufes ist sehr komplex und von außen kaum zu erkennen. Er wird im vorderen Bereich außen vom  Wandhorn  ummantelt. Dieses bildet den  Tragrand  und ermöglicht dem Pferd einen festen Stand. Hinter dem Wandhorn liegt die  empfindliche Huflederhaut , die den gesamten  Hornschuh  mit dem  Hufbein  verbindet. Sie enthält viele Blutgefäße und Nerven, was sie zu einem stoffwechselaktiven Organ macht. 
 Die  Huflederhaut  leitet Giftstoffe und Stoffwechselabbauprodukte aus dem Körper. Des Weiteren produziert sie unter anderem  neues Wand- und Sohlenhorn , sowie das weiche Horn der  weißen Linie , welches die Huflederhaut wie Kitt mit dem Wandhorn verbindet. Pro Monat werden ca. 6-8 mm neues Horn gebildet. 
 Der Hufmechanismus 
 Der hintere Bereich des Hufes setzt sich aus den seitlichen  Trachten  und den  Ballen  zusammen, in dessen Mitte der  weiche Strahl  liegt. Diese Einheit ist elastisch und erfüllt die  Funktion eines Stoßdämpfers , wenn das Pferd auftritt. Bei Belastung des Hufes werden die Ballen auseinander gedrückt, die Trachten gespreizt, das Kronbein bewegt sich nach hinten-unten und der Strahl berührt leicht den Boden. Dadurch wird die Belastung auf Sehnen und Gelenke beim Auftreten reduziert. Gleichzeitig erhält das Pferd über die empfindliche Huflederhaut Informationen über die Beschaffenheit des Bodens, wenn der Strahl und die Hufsohle diesen berühren. 
 Durch die  mechanische Verformung der Hufkapsel  wird Blut durch das komplexe Venengeflecht der Huflederhaut “gepumpt“. Daher werden die Hufe umgangssprachlich auch als die  4 zusätzlichen Herzen des Pferdes  bezeichnet. 
 Der gesamte Vorgang wird als  „Hufmechanismus“  bezeichnet. 
 Eine leider recht häufig auftretende Hufkrankheit ist die  Strahlfäule . Diese beginnt in der mittleren Starhlfäule, kann aber ohne rechtzeitige Behandlung den gesamten Huf in Mitleidenschaft ziehen. Daher ist eine regelmäßige Hufkontrolle und Pflege unerlässlicht. 
 Die Pflege des Pferdehufes 
 Hufpflege durch den Hufschmied 
     Die wichtigste Maßnahme für gesunde Pferdehufe ist die  regelmäßige Kontrolle durch einen fachkundigen Hufschmied . Etwa  alle 6-8 Wochen  müssen die Hufe gekürzt und in Form gebracht werden, um Fehlstellungen zu vermeiden. Dies gilt sowohl für beschlagene als auch für barhuf laufende Pferde. 
 Generell gilt, dass jeder Huf und jedes Pferd seine  individuelle Bearbeitung  braucht. Nach diesem Grundsatz fällt auch die Entscheidung für oder gegen das Beschlagen.  Barhuf  ist immer zu empfehlen, jedoch kann, bei Fehlstellungen/Erkrankungen der Hufe oder hohem Leistungsniveau des Pferdes beispielsweise im Springsport, das  Beschlagen der Hufe  durchaus sinnvoll sein. 
 Hufpflege durch den Pferdehalter 
 Neben der Hufpflege durch den Schmied, tragen weitere Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Pferdehufes bei. Dazu gehören das  tägliche Auskratzen der Hufe  und das  Entfernen von äußerlichen Verunreinigungen . 
 Damit die Hufe an heißen Tagen nicht austrocknen, können sie mit  Wasser  befeuchtet werden. Das  Einfetten  hingegen macht das Hufhorn nicht elastisch. Ganz im Gegenteil, das Auftragen von Huffett verhindert, dass Feuchtigkeit von außen in den Huf eindringen kann. Die Hufe werden trocken und brüchig. Die regelmäßige Bewässerung der Hufe hingegen spendet dem Hufhorn Feuchtigkeit und hält es geschmeidig. 
 Auch die  Haltungsbedingungen  spielen eine Rolle für die Hufgesundheit. Box, Weide und Paddock sollten regelmäßig gereinigt bzw. abgeäppelt werden, um die  Belastung durch Kot und Urin  zu verringern.  Feuchter, matschiger Boden  weicht die Hufe auf und macht sie faulig. Zu  trockener Boden  lässt auch die Hufe austrockenen und brüchig werden. Mangelnde Bewegung führt zu  unzureichender Durchblutung der Hufe . Des Weiteren muss auf eine  bedarfsgerechte Fütterung  geachtet werden. 
 Merkmale des gesunden Pferdehufes 
 
 harmonisch geformt 
 gleichmäßige weiße Linie 
 gleichmäßig umlaufende Wandstärke 
 nicht trocken und brüchig 
 nicht feucht und faulig 
 
 Erkrankungen des Pferdehufes 
 Es gibt zahlreiche Erkrankungen des Pferdehufes, die teilweise zu  irreparablen Schäden der Hufstruktur  führen können. Da der Huf eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Pferdes spielt, ist es besonders wichtig, sie regelmäßig zu kontrollieren und zu pflegen. Dadurch lassen sich viele Huferkrankungen vermeiden. 
 Liegt der Verdacht auf eine Huferkrankung vor, sollte immer ein  Hufschmied  zu Rate gezogen werden. Durch eine  rechtzeitige Behandlung  lassen sich viele Schäden minimieren. 
 Die folgenden drei Huferkrankungen kommen besonders häufig vor. 
 Hufrehe 
 Durch verschiedene Ursachen, wie  falsche Fütterung, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, mechanische Schädigungen oder Überlastung , kann sich die  Huflederhaut entzünden  und das Gewebe anschwellen. In Folge der Entzündung löst sich die Huflederhaut teilweise von der Hornkapsel ab. In schweren Fällen kommt es zur sogenannten  Hufbeinrotation , indem das Hufbein nach vorne auf die Spitze kippt. Wenn sich das Hufbein absenkt, kann es sogar zur vollständigen  Ablösung von Huflederhaut und Hornkapsel  kommen (Hufbeindurchbruch). Fällt der Hornschuh vollständig ab, spricht man vom  Ausschuhen . 
 Pferde die unter  Hufrehe  leiden laufen nur sehr vorsichtig, langsam und mit kleinen Schritten. Sie stehen mit nach vorne gestreckten Vorderbeinen und versuchen sie dadurch zu entlasten. 
 Hornspalten 
     Bei  schlechter Hornqualität  entstehen in der Hornwand vertikale Risse, die sowohl oberflächlich, aber auch tief runter bis zur Lederhaut verlaufen können. Eine  Huflederhautentzündung  kann hier die Folge sein. 
 Die Risse werden in Kronrand-, Tragrand- und durchgehende Hornspalten unterschieden. Je ne Tiefe müssen sie geklammert, geklebt oder umfangreich therapiert werden. Oberflächliche Risse können teilweise durch eine Querrille am weiteren Aufreißen gehindert werden und wachsen mit der Zeit heraus. Um jedoch die Ursache der Risse zu beseitigen, ist eine  umfassende Bearbeitung der Hufe notwendig , um die  Kräfteverhältnisse und Hebelwirkungen im Huf  wieder zu optimieren, damit der Huf gesund nachwachsen kann. 
 Hufgeschwür oder Hufabszess 
 Das Hufhorn bildet eine Barriere, die das  Eindringen von Bakterien  verhindert. Ist die Hornkapsel gestört (z. B. durch Nageltritt, lose Wand, Hornspalt) dringen Bakterien in den Huf ein und vermehren sich im Bereich zwischen der Huflederhaut und dem Wandhorn. Dies führt zu  Entzündungen und Eiterbildung (Abszess) . Durch den entstehenden Druck im Huf, hat das Pferd starke Schmerzen und ist im Bereich des Abszesses sehr druckempfindlich. Der Huf ist an dieser Stelle deutlich wärmer. Durch  Eröffnung des Abszesses  kann der Eiter entweichen und das Pferd läuft oft sofort lahmfrei. 
 Mythen und Irrtümer über Pferdehufe 
 
  „Helle Hufe sind weicher als dunkle Hufe.“   Nein – Dunkle Hufe besitzen mehr Farbpigment im Hufhorn. Diese haben jedoch keinen Einfluss auf die Härte des Horns.  
   „Huffett hält die Hufe feucht und damit geschmeidig.“   Nein – Das Auftragen von Huffett verhindert, dass Feuchtigkeit von außen in den Huf eindringen kann. Die Hufe werden trocken und brüchig. Die regelmäßige Bewässerung der Hufe hingegen spendet dem Hufhorn Feuchtigkeit und hält es geschmeidig.  
  „Hauptverursacher von fütterungsbedingter Hufrehe ist zu viel Eiweiß.“   Nein – Ein Überschuss an bestimmten Kohlenhydraten, wie Zucker, Stärke und Fruktan, gilt nach neusten Erkenntnissen als Hauptverursacher von fütterungsbedingter Hufrehe. Die große Menge an Kohlenhydraten, kann im Dünndarm nicht vollständig durch die Bakterien aufgespalten werden. Die teilweise unverdaute Masse gelangt in den Dickdarm. Durch das Überangebot an Kohlenhydraten vermehren sich die Bakterien, die sie verdauen können rasch. Als Abbauprodukt scheiden sie Milchsäure aus, die den pH-Wert im Dickdarm senkt. Die Rohfaser verdauenden Bakterien sterben ab. Durch das Absterben werden Endotoxine frei. Der gesamte Organismus übersäuert und kann die Hufrehe auslösen.  
  „Jedes Pferd kann barhuf laufen.“   Nein – Bei Fehlstellungen/Erkrankunen der Hufe oder bei einem hohen Leistungsniveau des Pferdes beispielsweise im Springsport, kann das Beschlagen der Hufe durchaus sinnvoll sein.  
 
 
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            <title type="text">Pferdethermografie - eine unterschätzte Untersuchungsmethode</title>
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                                            Das Pferd ist lahm? Mit Thermografie lässt sich die Ursache lokalisieren! So können zum Beispiel Anomalien wie Entzündungen durch Wärmemuster sichtbar gemacht werden. Mehr zu dieser effizienten Untersuchungsmethode hier.
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 Wer kennt es nicht? Das Pferd ist lahm und die bisherigen Behandlungsansätze schlagen nicht an. Was nun? Wie oft wäre man froh darüber, wenn das Pferd ihnen sagen könnte, wo es schmerzt. Abhilfe schafft eine vielversprechende Methode – die Thermografie 
 Mittels Thermografie kann man Anomalien, wie Entzündungen anhand  Wärmemuster  sichtbar machen. Hierbei wird die gemessene Wärmestrahlung des Tieres in ein sichtbares, farbiges Bild umgewandelt. Krankhafte Veränderungen lassen sich mittels  Wärmebildkamera  kostengünstig aufdecken und Problemstellen genau lokalisieren, auch ist eine Bestandsaufnahme des gesamten Pferdes schnell und einfach möglich. Das Verfahren ist komplett  stressfrei  da es im heimischen Stall passiert und ohne Risiken für das Pferd. Die Kamera sendet  keine gefährlichen Strahlen  aus. 
 Auch eine akute  Hufrehe  oder ein  Gelenkchip  kann mit der Kamera sichtbar gemacht werden. Als ganzheitliche Untersuchungsmethode ist sie ebenfalls für Sattel – und Trainingskontrolle anwendbar. Vor allem bei unklaren Lahmheiten gibt die Thermografie Aufschluss über die geringsten Anzeichen von Entzündungsprozessen und hilft dabei, diese zu lokalisieren.  Muskel und Bänderbeschwerden oder Gelenkserkrankungen  können ebenfalls thermografisch ermittelt werden. Wird eine  Rückenproblematik  festgestellt, kann die  Sattelkontrolle  direkt im Anschluss erfolgen. Sogar Brandzeichen werden im thermografischen Bild sichtbar. 
 
  Alexandra Groß , Begründerin von  HorseTherm Pferdethermografie  hat sich auf Thermografie bei Pferden spezialisiert. In Ihrer Arbeit als Ingenieurin hat sie bereits vielfältige Erfahrungen in dem Bereich Thermografie sammeln können und entdeckte früh das große Potenzial auch bei Pferden. Als Pferdebesitzerin und langjährige Reiterin interessierte sie sich vor allem für den Einsatz in der Diagnostik bei Problemen am Pferd. 2016 hat sie sich durch das DZET für die Pferdethermografie zertifizieren lassen. Mit ihrer modernen und mobilen Wärmebildkamera ist sie in ganz NRW unterwegs und hilft Pferdebesitzern und Pferden mit diesem bildgebenden Verfahren „Licht ins Dunkle zu bringen“. Außerdem erstellt Alexandra eigene kleine Studien rund um das Thema Pferdethermografie. Auch bei Hunden findet die Thermografie Anwendung. 
 
  Bild- und Textquelle : Alexandra Groß, HorseTherm – Pferdethermografie 
  Weitere Informationen und Kontakt:  www.horsetherm-pferdethermografie.de 
  Autorin dieses Artikels:  Alexandra Groß 
 
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                            <updated>2017-06-28T08:02:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mit dem Pferd in die Natur – Ein entspannter Start in die Ausrittsaison</title>
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                                            Sobald die Sonne im Frühjahr wieder vermehrt scheint, eröffnen viele Reiter die Ausrittsaison. Aber wie bereite ich mich richtig auf einen Ausritt vor und was muss ich im Gelände beachten? Tipps dazu gibt es hier.
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                <![CDATA[
                 
 Sobald die Sonne wieder scheint und die Temperaturen steigen, lockt es viele Reiter ins Freie. Raus aus dem tristen Hallengrau und ab in die Natur. Damit der erste Ausritt ins Gelände für Reiter und Pferd entspannt abläuft, hilft es, sich im Vorwege einige Gedanken zu machen. 
 Vorbereitungen für den Ausritt 
 Da einige Reiter während der kalten Wintermonate keinen Ritt im Freien wagen, ist die  Umstellung im Frühjahr von der Reithalle zum Gelände  für manche Pferde besonders spannend. Plötzlich sind sie wieder von hunderten, äußeren Reizen umgeben und sollen trotzdem brav und gelassen bleiben. 
 Um Ihrem Pferd die  Umstellung vom Hallentraining zum Reiten im Freien  etwas leichter zu machen, ist es wichtig, dass auch in der Wintersaison Wert auf  Dressurarbeit  gelegt wird. Besonders im Gelände wird sich dies bezahlt machen, da Sie das  Pferd in jeder Situation an den Hilfen haben  müssen, ohne den Leitschutz einer Bande oder eines Zauns. Auch  Gelassenheitstraining mit kleinen Hindernissen, Wasser, Planen, Treckern und Hunden , eben alles, was Ihnen im Gelände begegnen kann, hat sich bewährt. Versuchen Sie auch in der Halle das Training stets abwechslungsreich zu gestalten, um Ihr Pferd zu fördern und auszulasten. 
 Geht es dann hinaus ins Freie, ist es ratsam zunächst erst einmal auf dem  Außenreitplatz  zu reiten. Gewöhnen Sie Ihren vierbeinigen Partner langsam an die neuen Eindrücke und starten Sie nicht gleich zu einer großen Runde im Gelände. 
 Was ich für einen Ausritt brauche 
 Das wichtigste Utensil für einen sicheren Ausritt ist in jedem Fall der  Reithelm . Dieser sollte sowieso immer Pflicht sein. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich mit einer  Sicherheitsreitweste  zu schützen. Neben diesen Dingen ist der  einwandfreie Zustand von Trense und Sattel  essenziell. Sie dürfen kein Potenzial bieten an Ästen und Büschen hängenzubleiben. Deshalb sollte auch von Ausbindern beim Ausreiten Abstand genommen werden. Sie behindern außerdem das Tier sich bei unwegsamen Bodenverhältnissen optimal auszubalancieren. 
 Weitere wichtige Bestandteile der Ausrüstung sind zum einen ein  Hufkratzer , um eingetretene Steine aus dem Huf entfernen zu können, zum anderen ein  Handy , um in Notsituationen Hilfe herbeiholen zu können. Am besten informieren Sie vor dem Ausritt auch eine Person über das geplante Ziel und Dauer des Ritts. 
 Wenn Sie wissen, dass zum Ende des Ritts bereits weniger Tageslicht vorherrschen könnte, ist für eine ausreichende Sichtbarkeit von Ihnen und Ihrem Pferd zu sorgen. Dafür gibt es diverse  reflektierende oder leuchtende Ausrüstung  in Form von Leuchtgamaschen, Leuchtwesten oder Helmlampen. 
 Neben der Ausrüstung sollte auch ein ausreichender  Versicherungsschutz  gewährleistet sein. Eine  Haftpflichtversicherung für Pferde  ist generell notwendig. 
 Sonnenbrand beim Pferd 
 Auch Pferde können einen Sonnenbrand bekommen. Dieser tritt vor allem im Bereich der Nüstern, auf der Stirn und um die Augenpartie auf. Deshalb ist es besonders bei längeren Ausritten ratsam, seinen vierbeinigen Partner mit einer speziellen  Sonnencreme für Pferde  zu schützen. Ein effektiver Sonnenschutz sollte bei jedem Ritt im Freien ein essenzieller Bestandteil sein. 
 Was ich beim Ausreiten beachten muss 
 Allgemein gilt, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Besonders bei unbekanntem Gelände ist  vorsichtiges und vorausschauendes Reiten  wichtig. Passen Sie Ihr Tempo und die Strecke dem Boden und der Kondition Ihres Pferdes an. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Reiter, Fußgänger, Radfahrer und anderen Verkehrsteilnehmern.  Ein rücksichtsvoller Umgang mit seinen Mitmenschen ist das A und O.  
 Sollte Ihr Pferd eher zu der ängstlichen Sorte gehören, empfiehlt es sich besonders in der Anfangsphase einen weiteren  Reiter mit einem erfahrenen, ruhigen Pferd als Begleiter  mitzunehmen. Das vermittelt Sicherheit und fördert das Vertrauen. Ihr Pferd wird nur in behutsamen Schritten zu einem sicheren Partner im Gelände. Deswegen ist die Devise stets zu loben, wenn es eine vermeintliche Angstsituation gut gemeistert hat. 
 
  Tipp  
 Vermeiden Sie im Gelände routinemäßiges Galoppieren an den gleichen Streckenabschnitten. Besonders auf dem Weg nach Hause ist die Gefahr dann groß, dass Ihr Pferd eigenständig die Gangart wechselt und sich ungewollt selbstständig macht. Versuchen Sie deshalb auch den Ausritt abwechslungsreich zu gestalten. 
 
 Regeln im Gelände 
 Um zu den ausgewiesenen Reitwegen zu gelangen, lässt es sich oftmals nicht vermeiden, ein Stück des Weges im öffentlichen Straßenverkehr zurückzulegen. In diesem Fall unterliegen Reiter genau wie andere Verkehrsteilnehmer dem  Straßenverkehrsgesetz (SVG) . 
 Auch im Gelände gibt es einige Gebote, die es zu beachten gilt. Grundsätzlich ist das Reiten dort nur auf ausgewiesenen Reitwegen gestattet, um Flora und Fauna zu schützen. Für viele Gebiete gibt es dazu nützliche  Reitwegekarten . Private Wiesen und Felder dürfen nur mit Erlaubnis des Eigentümers überquert werden. 
 Die wichtigsten Grundregeln sind als 12 Gebote für das Reiten im Gelände auf der Seite www.pferd-aktuell.de/breitensport/ausreiten-und-fahren noch einmal zusammengefasst. 
 
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                            <updated>2017-05-10T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Frühlingsgefühle bei Pferden - Energieschub bei Pferden im Frühling</title>
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                                            Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die grauen Winterwolken brechen und die Tage allmählich wieder länger werden, fängt so manches Pferd an „lustig“ zu werden. Doch warum ist das eigentlich so?
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 Sobald die ersten  Sonnenstrahlen  durch die grauen Winterwolken brechen und die Tage allmählich wieder länger werden, fängt so manches Pferd an „lustig“ zu werden. Es wird gebuckelt, gerannt und getobt. Zum Leidwesen vieler Reiter geschieht dies auch öfter unter dem Sattel. 
 Das sind die Gründe für Frühlingsgefühle beim Pferd 
 Nach einem  langen, dunklen Winter  geht es den Pferden genauso wie uns Menschen, sie bekommen  neue Energie durch mehr Sonnenlicht und Wärme . Kreislauf, Stoffwechsel und Durchblutung werden angeregt. 
 Pferde fühlen sich bei Temperaturen von  +5 bis +15 °C  am wohlsten. Durch die  gesteigerte Einstrahlung der Sonne  und die  verkürzte Dunkelzeit  wird die Produktion vom sogenannten Schlafhormon  Melatonin  gesenkt und die Ausschüttung von  Serotonin  steigt an. Serotonin wird umgangssprachlich als Glückshormon bezeichnet. Bei erhöhtem Serotoninspiegel und gesenktem Melatoninspiegel steigt die Laune und der Körper stellt vom Ruhemodus auf Aktivität um. Deshalb sind auch beim Wallach „Frühlingsgefühle“ zu erkennen. 
 Neben den  hormonellen Veränderungen  spielt auch der Urinstinkt der Pferde eine Rolle. Im Frühjahr beginnt die nahrungsreiche Zeit. Die Vorfreude auf eine saftige Weide steigt an. Außerdem wird im Frühjahr die  Paarungszeit  eingeläutet. Rangkämpfe und Spieltrieb sind vermehrt zu sehen. Unter wild lebenden Hengsten wird dadurch den Stuten der Herde imponiert. 
 Wenn das Pferd Frühlingsgefühle hat – das richtige Verhalten 
 Besonders ausgeprägt ist das aufgedrehte Verhalten unserer Vierbeiner beim ersten Ritt des Jahres im Gelände oder auf einem Außenreitplatz. Die  neue Fülle an äußeren Reizen , die vorher in der Reithalle ausgeblendet wurden, bieten genug Potenzial zum Scheuen und Buckeln. Einige Tiere packen ihr ganzes tänzerisches Talent aus und bewegen sich nur noch mit Schwebetritten vorwärts. Was in der hohen Dressur wahrscheinlich als perfekte Piaffe-Passage durchgehen würde, ist an dieser Stelle einfach nur lästig. An normales Reiten ist an diesen Tagen nicht wirklich zu denken. Oftmals kann der Übermut unserer Vierbeiner auch schnell gefährlich werden. In diesem Fall ist es ratsam, sein Pferd vorher abzulongieren oder frei laufen zu lassen, damit es die  überschüssige Energie herrauslassen  kann. 
 Den ersten Ausritt sollten Sie besser nicht alleine begehen oder alternativ erst einmal einen Spaziergang mit dem Pferd an der Hand unternehmen. Für die bessere Kontrolle ist es ratsam dabei aber eine  Trense statt eines Halfters  aufzuziehen. 
 Neben diesen Aspekten sollte jedoch der  generelle Gehorsam des Tieres  nicht außer Acht gelassen werden. Eine  konsequente Erziehung  die es dem Pferd nicht erlaubt selbstständig loszurennen und seine Gangart selbst zu bestimmen hilft einem langfristig viel mehr weiter. Bei meinem Pferd haben  Gehorsamkeitsübungen im Gelände  gut funktioniert. Das wiederholte Anhalten, Losreiten oder auch mal Rückwärtsrichten fordern die ständige Konzentration auf den Reiter und machen äußere Umweltreize weniger interessant. Auf dem Außenreitplatz funktioniert Stangenarbeit daher sehr gut, um das Pferd dazu zu bringen, sich wieder auf den Reiter zu konzentrieren. Generell ist eine  abwechslungsreiche Gestaltung des Trainings  zu empfehlen. 
 
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                            <updated>2017-03-22T07:52:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Winterfell ade - Die richtige Pflege während des Fellwechsels</title>
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                                            Wenn der Frühling näher rückt, beginnt bei allen Pferdehaltern wieder das große Putzen. Hier erfahrt ihr wie ihr euer Pferd beim Fellwechsel unterstützen könnt und welche Bürsten hierbei hilfreich sind.
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 Wenn der Frühling näher rückt, beginnt bei allen Pferdehaltern wieder das große Putzen. Anders als beim Fellwechsel im Herbst, wo nur vereinzelt Haare abgestoßen werden und dichte Unterwolle nachgeschoben wird, ersetzt das Pferd im Frühjahr fast sein komplettes Haarkleid. Das bedeutet viel Arbeit für Mensch und Tier. Besonders Pferde in  Robusthaltung  legen sich  große Mengen an Winterfell  an, die sie nur schwer wieder loswerden. Rassen wie beispielsweise das Shetlandpony, Isländer oder das Norwegische Fjordpferd neigen ebenfalls zu einem  besonders ausgeprägten Haarkleid  im Winter. Grund dafür sind die kargen Gebiete mit rauem Klima aus denen diese Pferderassen stammen. 
 Lange wurde angenommen, dass der  Temperaturanstieg im Frühjahr  den Startschuss für die Tiere gibt, ihr Winterfell loszuwerden. Vielmehr ist jedoch die  Tageslänge  die Ursache für das Abwerfen des Fells. Die genauen  hormonellen Abläufe  sind im Detail nicht geklärt, jedoch soll  Melatonin  dabei eine Rolle spielen. Melatonin ist umgangssprachlich als  „Schlafhormon“  bekannt. Sobald es dunkel wird, wird die Bildung von Melatonin angekurbelt. Wie bei Menschen, werden auch Pferde dann müde. Durch  lange Dunkelphasen im Winter , ist der Melatoninspiegel im Organismus dauerhaft höher als im Sommer. Durch den  gesteigerten Lichteinfall im Frühling  wird die Melatoninausschüttung gemindert und der Melatoninspiegel im Pferdekörper sinkt. Die Pferde werden wacher und vitaler. Dem Organismus wird sugeriert, dass die Winterruhe zu Ende geht und das Abstoßen des Winterkleides wird aktiviert. Die Temperatur hingegen hat einen Einfluss auf die  Geschwindigkeit des Fellwechsels und auf die Dichte des Haarkleides . 
 Wie ich mein Pferd im Fellwechsel unterstützen kann 
 Um den Tieren den Verlust ihres Winterfells etwas leichter zu machen, sollte man sich im Frühjahr besonders intensiv der  Fellpflege  widmen. Gründliches Putzen ist wichtig um den Fellwechsel und die Durchblutung der Haut anzuregen. Dafür gibt es einige praktische Utensilien die in einem Putzkasten neben dem normalen Equipment nicht fehlen sollten. 
 
  Nadelstriegel   Diesen Striegel verwende Ich gerne bei Pferden mit etwas längerem Fell. Durch die langen, feinen, nadelartigen Noppen bleibt die Unterwolle gut an der Bürste haften. Auch bereits verfilzte Areale lassen sich damit gut lösen. Besonders praktisch ist, dass dieser Striegel auch für das Kämmen von Mähne und Schweif benutzt werden kann. 
  Federstriegel   Er besteht aus mehreren gezahnten Metallbögen und hilft einem bei dichtem Fell weiter, welches das Pferd alleine nicht ablösen kann. Die Haare bleiben gut an den Zähnen der Metallringe hängen. Bei besonders langhaarigen Tieren dringt er jedoch nicht bis auf die Unterwolle vor, da die Metallzähne zu kurz sind. 
  Massagestriegel   Dieser Striegel besteht meist aus weichem Gummi und besitzt runde große Noppen. Nach der Fellpflege genießen meine Tiere eine zusätzliche Massage mit diesem Striegel immer sehr. Es regt die Durchblutung der Haut an und fördert die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem treuen Begleiter. 
  Gumminoppen-Handschuh   Er eignet sich ebenfalls hervorragend für eine wohltuende Massage nach der Reinigung des Fells und löst locker sitzendes Fell sanft ab. 
  Mähnenbürste   Der Name dieser Bürste bedeutet nicht, dass sie sich nicht auch toll als Putzzeug für das Deckhaar eignet. Besonders bei meinem Minishetty habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Mähnenbürste die einzige ist, mit der ich durch das dichte, lange Fell bis auf die Haut runterkomme. 
  Zupfbürste   Die Zupfbürste oder auch Rupfbürste ist eigentlich für langhaarige Hunde gedacht. Sie ist speziell konzipiert um die dichte Unterwolle zu entfernen. Deshalb ist sie besonders unter Isländerbesitzern sehr beliebt geworden. Oftmals haben diese Bürsten einen Mechanismus, der die Haare per Knopfdruck aus dem gezahnten Bereich entfernt. Dies verhindert das unnötige Haare zupfen. 
 
 Basteltipp für einen Schubberbaum 
 Besonders bei  Offenstallhaltung  hat es sich bewährt den Pferden auf der Weide etwas anzubieten, woran sie sich scheuern können. Ansonsten nehmen sie auch gerne mal den Stützbalken vom Stall. Bevor der Unterstand zusammenbricht, weil die Pferde sich aufführen wie  „Balu der Bär“ , kann man einen Scheuerbaum ganz leicht selber bauen 
 
 Benötigt wird ein stabiler Pfahl und ein Besenkopf mit langen, festen Borsten. Die Länge und Dicke des Pfahls ist abhängig von der Größe und dem Gewicht des Pferdes. 
 Der Pfahl wird in der Erde eingebuddelt. Wichtig ist, dass keine scharfen Kanten und Splittern hervorstehen, welche ein Verletzungsrisiko darzustellen. Der Besenkopf wird an gewünschter Höhe angeschraubt. 
 Fertig. 
 
 Probleme beim Fellwechsel 
 Während des Fellwechsels vollbringt der Stoffwechsel wahre Höchstleistungen.  Dementsprechend steigt der Bedarf an Nährstoffen  zu dieser Zeit. Gesunde Pferde können diese Belastung bei bedarfsgerechter Fütterung und ausgiebiger Fellpflege gut wegstecken. Bei älteren Tieren und bei Pferden mit einem gestörten Stoffwechsel, wie  Ekzemer , kann es Probleme beim Fellwechsel geben. Sie werden ihr Haarkleid nicht los. Dadurch können  Juckreiz  und Hautirritationen die Folge sein. Das Immunsystem wird geschwächt und  Ektoparasiten  können sich einnisten. Die Fellpflege ist bei diesen Tieren deshalb besonders wichtig. Vor allem sollten vorbeugende Maßnahmen rechtzeitig erfolgen. Wir empfehlen deshalb eine frühzeitige Behandlung mit noJuck noSchupp 2-Phasen-Pflege-Komplex um Ektoparasiten und gereizter Haut keine Chance zu geben. Mit der Auskämmhilfe von noJuck noSchupp können abgestorbene Hautschuppen und Ektoparasiten leicht entfernt werden. Zusätzlich können Pferde mit einer gezielten Futterergänzung unterstützt werden, um Mangelerscheinungen zu verhindern. 
  In schwerwiegenden Fällen sollte dennoch stets ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.  
 
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                            <updated>2017-02-13T10:18:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Ein leistungsfähiges Pferd dank gesundem Stoffwechsel</title>
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                                            Stoffwechselerkrankungen, die sogenannten Zivilisationskrankheiten, treten auch bei unseren Pferden immer häufiger auf. Eine ganzheitliche Behandlung der verschiedenen Erkrankungen ist empfehlenswert.
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 Der  Stoffwechsel  umfasst alle interzellulären und extrazellulären Prozesse der Energiegewinnung. Darunter versteht man alle chemischen Reaktionen, welche im Körper ablaufen. Der Stoffwechsel ist ebenfalls Verantwortlich für die Verwertung von Nährstoffen zum Aufbau der Muskeln, die Regeneration aller Zellen sowie Prozesse der Entgiftung. Dies geschieht durch die Beteiligung von Enzymen, Spurenelementen, Enzymen, Lipiden und Aminosäurebausteinen. Eine  Störung im Stoffwechselsystem  bringt meist unweigerlich gesundheitliche Konsequenzen für ein Pferd mit sich. 
  Stoffwechselerkrankungen , die sogenannten  Zivilisationskrankheiten , treten bei Pferden immer häufiger auf. So wie auch beim Menschen die Ernährung und Bewegung das Wohlbefinden und die Entstehung gewisser Erkrankungen beeinflussen, so spielen auch  Fütterung und Haltungsbedingungen  eine entscheidende Rolle für die Gesundheit unserer Pferde. 
 Während Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Typ 2 bei Menschen im Vordergrund stehen, kommt es bei Pferden zunehmend zu  Stoffwechselstörungen , welche sich in unterschiedlichen Krankheitsbildern manifestieren. 
 Gesunde Pferde durch artgerechte Haltung und Fütterung 
  Artgerechte Haltung  und  Fütterung  stehen in engem Zusammenhang mit dem  Wohlbefinden und der Gesundheit der Pferde . Viele Erkrankungen können zudem durch ungünstige Haltungsbedingungen oder nicht bedarfsgerechter Fütterung negativ beeinflusst werden. Insbesondere die notwendigen  Nährstoffmengen  müssen auf die Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt werden und in Abhängigkeit von Jahreszeit, Alter und Grad an Aktivität regelmäßig überprüft werden. 
 Einflüsse auf den Stoffwechsel und daraus resultierende Erkrankungen 
 Die meisten Stoffwechselstörungen werden durch  falsche Fütterung, Haltung oder anhaltenden Stress  verursacht. Zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen gehören unter anderem: 
 
  Das Sommerekzem   Dabei handelt es sich um eine bei Pferden weit verbreitete  allergische Hauterkrankung . Bei betroffenen Tieren reagiert das  Immunsystem  übermäßig stark auf Stiche, insbesondere der  Kriebelmücke . Die Haut reagiert mit starkem Juckreiz, Rötung und Schuppen. Durch das Scheuern kommt es zu Fellschäden und Hautwunden, die Sekundärinfektionen begünstigen. 
  Das Nesselfieber   Nesselfieber ist ein  Hautausschlag , bei dem es zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Quaddeln kommt. Die Quaddeln können auf einige Areale begrenzt auftreten, aber auch den gesamten Körper des Pferdes betreffen. Im Gegensatz zum Ekzem jucken die Quaddeln meist jedoch nicht. 
  Die Mauke oder Raspe    Mauke  ist eine entzündliche  Hauterkrankung , welche meist in der Fesselbeuge beginnt, sich dann aber weiter ausbreiten kann, wenn keine Behandlung erfolgt. Pferde mit dichtem Behang sind besonders häufig von dieser oft chronisch verlaufenden Erkrankung betroffen. 
  Die Hufrehe    Hufrehe  ist eine hochgradig schmerzhafte, oft chronisch verlaufende  Entzündung der Huflederhaut . Dabei kann sich die Hufkapsel, bis hin zum Ausschuhen, von der Huflederhaut trennen. Auch Rotationen des Hufbeins sind häufig. Diese können bis hin zum Sohlendurchbruch fortschreiten. 
  Das Equine Metabolische Syndrom (EMS)   EMS wird durch  Übergewicht und Bewegungsmangel  ausgelöst und führt zu erhöhten  Blutfettwerten und Insulinresistenz . Die Pferde können schlecht ihr Gewicht reduzieren und bekommen langfristig in vielen Fällen eine Hufrehe, welche zudem alle vier Hufe gleichzeitig betrifft. Außerdem belastet das Übergewicht den Bewegungsapparat. 
  Das Equine Cushing Syndrom (ECS)    Equines Cushing Syndrom bei Pferden  ist eine durch Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse ausgelöste  Störung des Hormonhaushaltes . Der Körper bildet zu viel vom Stresshormon Cortisol. Dadurch kommt es zu Störungen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Die Pferde haben schlechtes Fell und Hufhorn, wenig Energie und verfetten auch ohne übermäßige Futtermengen. 
 
 Optimierte Haltungsbedingungen und Fütterung unterstützen die Therapie 
 So vielfältig und unterschiedlich die möglichen Krankheitsbilder sind, so umfangreich sind auch die vorherrschenden  Symptome des Pferdes . Während das eine Pferd mit einer Hufrehe reagiert, zeigt ein anderes Hautentzündungen mit starkem  Juckreiz . In der  ganzheitlichen Betrachtung , geben Experten jedoch zu bedenken, dass die Gründe dafür identisch sein können. Auch das individuelle Verhalten des Pferdes ist bei der Anamnese zu beachten. Daher empfiehlt sich ein gründlicher Blick auf Fütterung und Haltung. Selbst wenn Fütterung und Haltung nicht im kausalen Zusammenhang mit der Erkrankung stehen, kann eine  fachkundige Optimierung  dennoch einen positiven Einfluss auf die Genesung nehmen. 
 Frühzeitiges Handeln dank guter Beobachtung des Pferdes 
 Wer das eigene Pferd gut beobachtet und kennt, kann schon lange vor dem Auftreten von  charakteristischen Krankheitssymptomen  erste Veränderungen im Fell oder an Haut und Hufen erkennen. Dieses wird oftmals zu Zeiten des  Fellwechsels  besonders deutlich. Wer dann sofort reagiert, kann größere Schäden oft noch verhindern. 
 
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                            <updated>2017-01-25T11:31:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Deutschlands erste Pferdeklappe - Hilfe für Pferde in Not</title>
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                                            Die Pferdeklappe nimmt Pferde von in Not geratenen Haltern auf, versorgt sie fachkundig und vermittelt dann an geeignete neue Halter. Wir durften einen Tag auf dem Hof der Tierschützerin Petra Teegen verbringen.
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 Wir, das Team der VTG Tiergesundheit, durften uns  „Die Pferdeklappe“  ( Pferdeklappe e.V. / Notbox ) von Petra Teegen persönlich ansehen. Der Hof der Tierschützerin liegt in Schleswig-Holstein, im beschaulichen Örtchen Norderbrarup in der Nähe von Flensburg. 
 Hilfe für Pferdebesitzer in Notlagen 
 Die Pferdeklappe bietet eine  Notunterkunft für Pferde , deren Besitzer nicht mehr in der Lage sind, das eigene Pferd selbst zu versorgen. Oft sind es schwere Schicksalsschläge, welche die Besitzer dazu zwingen, ihr geliebtes Tier abzugeben. Um diese Menschen in der schwierigen Lebenssituationen zu entlasten, dürfen die Pferde in der Pferdeklappe anonym und ohne Angabe von Gründen abgegeben werden. So können sich die Besitzer wenigstens sicher sein, dass der geliebte Vierbeiner gut versorgt ist und nicht auch noch leiden muss. In den meisten Fällen können die abgegebenen Pferde schnell in ein neues und geeignetes Zuhause vermittelt werden. 
 Nachfolgend das Video „Pferdeklappe in Norderbrarup – Anlaufstelle für Pferde in Not“ der Schleswiger Nachrichten: 
    
 Ein emotionaler Tag in der Pferdeklappe 
 Wir fuhren vorbei an Feldern, welche zum Teil noch hinter Nebelfeldern verschwanden und fragten uns, was uns wohl erwarten würde. Welche Schicksale würden uns begegnen und was für ein Mensch  Petra Teegen  wohl ist, die so etwas Großartiges und Wichtiges auf die Beine gestellt hat. 
 Neben der Freude, dass unser langersehnter Besuch nun endlich stattfinden konnte, mischte sich auch ein etwas mulmiges Gefühl, mit welchen  traurigen Schicksalen  wir konfrontiert würden, denn ohne einen triftigen Grund gibt wohl niemand so ohne Weiteres sein Pferd ab. 
 
 „Hinter jedem Pferd steht auch ein ergreifendes Menschenschicksal, denn diese Leute reißen sich ihre Tiere aus dem Herzen.“  Petra Teegen  
 
 Auf einer großen Koppel sieht man schon bei der Anfahrt viele Pferde, welche die Neuankömmlinge begrüßen und die ersten Stunden in ungewohnter Umgebung erleichtern sollen. Von Petra Teegen und ihren Hunden wurden wir sehr freundlich empfangen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass sie sich, trotz ihrer vielen ehrenamtlichen Arbeit, persöhnlich Zeit für uns genommen hat. 
 Viel Arbeit, Leid und Mitgefühl für Mensch und Tier 
     Bis zu 240 Pferde werden jährlich vermittelt und trotzdem bleiben die Tiere in der Regel nicht länger als eine Woche.  Nur durch eine gute Vernetzung mit anderen Tierschützern und Organisationen ist eine derart effiziente Arbeit möglich . 
 Wir erhielten Einblicke in das Leben, die Arbeit und die Erfahrungen von Petra Teegen. Wir sahen Bilder von verwahrlosten Pferden, die hoffentlich bald mithilfe des  Tierschutzbundes  gerettet würden, hörten aber auch von Erfolgsgeschichten, die uns deutlich machten, warum sie die Pferdeklappe zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat. 
 Überwältigt von so viel Engagement, war für uns sofort klar, dass wir einen Beitrag leisten wollen, um die Pferdeklappe zu unterstützen. Einen Teil unserer Hilfe stellt dieser Artikel dar. Wir nutzen unsere Reichweite im Netz, um die Pferdeklappe bekannter zu machen. 
 Jeder kann der Pferdeklappe helfen 
 Zusätzlich zu der alltäglichen Arbeit, die Pferde mit sich bringen, wird vor allem Unterstützung benötigt, die es ermöglicht, dass jedes Pferd einen einfachen und  gesunden neuen Start  erfährt. Hierzu ist es notwendig, dass jedes Pferd tierärztlich untersucht und wenn nötig auch behandelt wird. Denn nur so können wir hoffen, dass Leiden, Schmerzen und Umgewöhnung des Pferdes schnell in Vergessenheit geraten und die neuen Besitzer eine glückliche gemeinsame Zeit mit den Tieren haben werden. Denn die  Pferde in der Notbox müssen vermittelbar sein . Es handelt sich hier  nicht um einen Gnadenbrothof oder eine Klinik . Besonders wichtig ist daher auch der  Equidenpass des Pferdes , der mit dem Pferd zusammen abgegeben werden sollte. Weitere Informationen dazu findet man auf der Webseite  erste-pferdeklappe.de . 
 Es hilft buchstäblich jeder einzelne Euro 
 Futter, Tierarzt, Einstreu, Putzzeug und viele Dinge mehr, verschlingen viel Geld, aber geben den  Pferden in Not eine Chance auf eine bessere Zukunft . Wie antwortete Petra Teegen noch vor nicht allzu langer Zeit einem Herrn auf die Frage, wie sie darauf gekommen wäre, eine Notpferdebox zu errichten, stolz: 
 
 „Wir hier in Schleswig-Holstein haben das Herz am rechten Fleck.“  Petra Teegen  
 
 Die VTG Tiergesundheit, ebenfalls mit Sitz in Schleswig-Holstein, fühlt sich  der einzigen Pferdeklappe Deutschlands , besonders verbunden. Viele dieser Pflegegäste leiden unter anderem an Hautproblemen wie dem Sommerekzem. Auch Parasitenbefälle mit Haarlingen und Milben kommen häufig vor. Daher möchten wir die Arbeit von Petra Teegen mit einem großen Paket unseres Pflegemittels noJuck noSchupp 2-Phasen-Pflegekomplex unterstützen. Natürlich stehen wir der Pferdeklappe gern dauerhaft freundschaftlich zur Seite und hoffen, dass unsere Leser, Kunden und Freunde es auch so halten. 
 
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                            <updated>2016-12-19T12:22:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das Decken-Martyrium - Ist das Eindecken des Pferdes überhaupt notwendig</title>
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                                            Wie steht es um das Kälteempfinden von Pferden wirklich und ist Eindecken überhaupt notwendig? Ist ein artgerechter Kompromiss möglich oder schlafen wir einfach nur besser, wenn unser Pferd warm eingepackt ist?
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 Jedes Jahr überlegen wir aufs Neue, ob wir unsere Pferde eindecken sollen. Ist das überhaupt notwendig oder schlafen wir mit dem Gedanken, unser Pferd ist warm eingepackt, einfach nur besser? Wie sieht es mit dem Kälteempfinden der Pferde wirklich aus, wie funktioniert die Thermoregulation und ist ein artgerechter Kompromiss überhaupt möglich? 
 Kälteempfinden und Thermoregulation bei Pferden 
  Frieren Pferde denn überhaupt?  Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten und ich dachte immer, das wäre eigentlich nicht möglich, musste mich dann aber doch eines Besseren belehren lassen. Es gibt sogar Pferde, die klappern regelrecht. Also ja,  Pferde können tatsächlich frieren , gerade an Beinen und dem Hals. Warum dem so ist, kann viele Gründe haben. So kann die  Thermoregulation  auch gestört sein, wenn das Pferd draußen im Winter  zu wenig Raufutter  angeboten bekommt, denn durch die ständige Futteraufnahme bleibt der  Stoffwechsel in Bewegung  und  wärmt somit von innen . 
 Kälte, Wind und Regen, das alles regelt ein Pferd wunderbar selbständig, auch ohne unser Zutun, denn  die Wohlfühltemperatur liegt bei Pferden bei etwa 5 Grad . Viele Pferde freuen sich geradezu über Schnee und lieben es, sich ausgiebig darin zu wälzen. Nur zu leicht, greift man nach einer Decke, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Oft durch falsch verstandene Tierliebe, gefördert durch übertriebenes Agieren der Stallkollegen. Ein Pferd im Stalltrakt friert normalerweise nicht, kritisch wird es nur dann, wenn mehrere Faktoren über einen längeren Zeitraum zusammenkommen. Beispielsweise Regen und Wind, oder wenn die eigenen Mechanismen durch verschiedene Faktoren gestört werden. Auch das alte, geschwächte Tier, welches nach dem Training verschwitzt in die Box gestellt wird und ohne Luftzirkulation und eigene Bewegung entsprechend schlechter trocknet, benötigt Unterstützung in Form einer  Abschwitzdecke . 
 Regendecken zum Schutz vor Kälte und Nässe 
 Die Regendecke soll  Nässe und Wind  fernhalten. Sie hält  die empfindliche Rücken- und Nierenpartie  trocken und schützt vor Zugluft. Ein gesundes Pferd übersteht auch einen Schauer und Haut und Fell des Pferdes sorgen selbständig für eine  natürliche Wärme- und Kälteregulation . Daher ist eine Regendecke bei ein paar Stunden Weidegang für ein gesundes robustes Pferd nicht notwendig. Werden jedoch aus ein paar Stunden, Tage und Nächte, so würde ich eine ungefütterte Regendecke empfehlen, um einer eventuellen Zugluft entgegenzusteuern. Generell hat sich bei artgerechter und robuster Haltung im Freien, die Möglichkeit eines  Unterstandes  bewährt. 
 Wann das Eindecken sinnvoll sein kann 
      Bei einem gesunden Tier in  artgerechter Haltung  so gut wie nie . 
 Geschorene Pferde bilden hier die Ausnahme, das erklärt sich von selbst. Ohne die  schützende Unterwolle  und das  dichtere und längere Winterfell  können sich die Haare auch nicht bei Wind und Wetter aufstellen. Winterfell, Schweißdrüsen, das Zusammenziehen und Ausweiten der Arterien sowie das Körperfett, Nahrungsaufnahme und Wärmeproduktion spielen eine wichtige Rolle bei der  körpereigenen Thermoregulation des Pferdes . 
 Beobachtet man Pferde im Winter, stellt man fest, dass sie sich mit dem Hintern in Richtung Wind drehen. Dabei stellen sie ihre Haare, besonders die Schweifrübe auf, um sich selbst und besonders empfindliche Bereiche, wie beispielsweise den Kopf, entsprechend zu schützen. Die Haut des Pferdes ist sehr viel dicker und bietet so zusätzlichen Schutz. Das Aufstellen der Haare erfolgt durch  Haarbalgmuskeln , die, wenn sie ihrer Aufgabe nachkommen, eine  Isolationsschicht  ermöglichen. Zusätzlich bewahrt eine  Talgschicht , welche die Haare umgibt, die Haut vor Nässe.  So bleibt die untere Schicht und somit die Haut des Pferdes trocken . 
 Ich denke, kranke sowie alte Tiere können ab und an ein bisschen Unterstützung gebrauchen, wobei auch hier ganz klar Schwitzen für ein Pferd kritischer als Frieren ist. Kreislaufprobleme und Koliken bei Hitzestau unter der Decke, vor allem im Frühjahr, wenn es nachts noch sehr kalt ist, tagsüber aber Temperaturen von 15 bis 20 Grad erreicht werden, können im schlimmsten Fall die Folge sein. Zusätzlich besteht beim Eindecken auch immer eine Verletzungsgefahr durch Zerstörung von Zäunen, etc. und Gerangel mit Weidekollegen. Des Weiteren können sich  Scheuerstellen , vor allem an der Brust oder am Widerrist bilden sowie  Hygieneprobleme bei Pilz- oder Milbenbefall  entstehen. 
 Das  Winterfell  entsteht bereits im Spätsommer und richtet sich überwiegend an Lichtverhältnisse, weniger an der Temperatur. So ist ein rechtzeitiges Eindecken ein weiterer Vermarktungsschachzug wie vieles andere auch. 
 Im Grunde muss man sich nur ein wenig Zeit nehmen und sein Pferd beobachten. Schnell stellt man fest, dass sich die meisten Pferde draußen – allen Befürchtungen zum Trotz – auch ohne Decke pudelwohl fühlen. 
 Quellenangaben: Dr. Lisa Butterweck, Pferdeklinik Borstel-Hohenraden 
 
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                            <updated>2016-12-19T11:55:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Blutegeltherapie - Vielseitiges Heilmittel aus der Natur</title>
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                                            Blutegel werden seit tausenden Jahren in der Therapie von Mensch und Tier eingesetzt. Ihre schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sind enorm.
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 Blutegel, das sind diese kleinen, ekligen, glitschigen Tierchen. So oder so ähnlich wird die Reaktion vieler Leute sein, die diesen Artikel lesen.  Blutegel  werden bis zu 30 Jahre alt und bis zu 15 cm lang. Ihr Maul hat 3 Kiefer und 80 winzige Kalkzähne. Zugegeben, es gibt wirklich hübschere Tiere, aber kaum eine andere Tierart wird seit tausenden von Jahren erfolgreich in der  medizinischen Therapie  eingesetzt. 
 Die  Blutegeltherapie  wird von uns Menschen bewusst angewandt, aber auch Tiere setzen Blutegel mit großem gesundheitlichen Nutzen ein, wenn auch unbewusst und aus reinem Instinkt heraus. Der Blutegel steht sogar unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens. Im 19. Jahrhundert wären sie in Europa fast ausgestorben, da die therapeutische Wirkung schon damals bekannt war, was zu großer Bejagung geführt hat. Tatsächlich gehen beispielsweise Rinder oder Schafe mit Gelenkproblemen schon seit jeher in stehende Gewässer, der Lebensraum der Blutegel, und lassen sich geduldig von den Ektoparasiten beißen, was die Schmerzen lindert. 
 Das Vorgehen dieser kleinen Helfer ist dabei denkbar einfach. Entzündungen jeglicher Art führen zur Erwärmung der betroffenen Hautbereiche, diese veranlasst die Blutegel dazu, an der richtigen Stelle zuzubeißen.  Sie saugen sozusagen die Entzündung aus dem Körper . Bei einer bewussten Therapie werden sie natürlich direkt an der betroffenen Körperstelle angesetzt. 
 Die Blutegel ernähren sich sowohl von menschlichen als auch tierischen Proteinen und können bis zu dem Fünffachen ihres eigenen Körpergewichts in Blut aufsaugen. Beim Biss geben sie eine Art  Analgetikum  sowie einen  Gerinnungshemmer  ab. So spürt der Patient den Biss kaum und der Egel kann das Blut stetig aufnehmen.  Da im Speichel der Tiere eine Vielzahl an heilenden und medizinisch wirksamen Substanzen wie entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Stoffe enthalten sind, werden Entzündungen praktisch aus dem betroffenen Gewebe herausgesaugt und das Immunsystem angeregt.  Man kann sich das Ganze wie eine Entgiftungskur für die betroffene Körperstelle vorstellen und dieser Prozess kann bis zu 3 Stunden dauern. 
 Blutegel - Überblick über diese Therapieform 
     In der Humanmedizin werden mit dieser speziellen Therapieform diverse Erkrankungen, unter anderem  Arthrose, Krampfadern, Hämorrhoiden , behandelt, vorwiegend jedoch Entzündung. Auch in der Tierheilkunde wird die  Blutegeltherapie  immer beliebter, sowohl für Großtiere (Pferde), als auch für Kleintiere – mit erfolgversprechender Wirkung. Das Spektrum ist sehr groß, so können unter anderem auch   Hufrehe   oder  Thrombosen  behandelt werden. Die Wirkung geht vor allem auf zwei Eigenschaften der Blutegel zurück, zum einen auf die  entzündungshemmenden Eigenschaften , beispielsweise bei Hufrollen- und Sehnenproblemen und Spat und zum anderen auf die  entstauende und schmerzlindernde Wirkung , wie bei Prellungen und Blutergüssen. 
 Die Blutegel für die medizinische Behandlung werden schon lange nicht mehr selbst gesammelt, sondern werden  unter strengsten Auflagen gezüchtet , um einen sicheren Einsatz zu garantieren und das Übertragen anderer Krankheiten auszuschließen. Für das Aufsetzten der Egel und insbesondere die Nachsorge ist ein gewisses Hintergrundwissen unerlässlich, so blutet die Wunde zum Teil noch stundenlang nach und sollte entsprechend versorgt werden. Die Züchter geben die medizinischen Blutegel nur an geeignete Berufsgruppen mit einer entsprechenden therapeutischen Ausbildung ab, denn bei diesen Egeln handelt es sich um geprüfte Arzneimittel. Eine tierärztliche Behandlung mit Blutegeln findet oft in Kooperation mit anderen, beispielsweise mit Tierphysiotherapeuten, statt. 
 Nach diesen Erkenntnissen empfindet man die Blutegel vielleicht nicht mehr ganz so unangenehm. Zumindest erging es mir so. Man sie als das, was sie sind, nebenwirkungsarme, schlaue Helfer in der Not. Jeder, der für sein Pferd einen Therapeuten mit derartigem Sachkundenachweis in seiner Umgebung hat, kann sich meiner Meinung nach glücklich schätzen. 
 Blutegeltherapie bei Pferden – Folgende Krankheiten werden damit behandelt 
 Die Indikationen / Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie, auch genannt der kleine Aderlass: 
 
 Abszesse, Phlegmone und Ödeme. 
  Arthrose  und Arthritis. 
 Bisswunden, Quetschungen oder Hämatome ( Blutergüsse ). 
 Ekzeme und Hauterkrankungen ( Mauke ). 
 Entzündungen und Wundheilungsstörungen. 
 Erkrankungen an den unteren Extremitäten (Hufrehe), des Bänder- und Sehnenapparates sowie den Venen. 
 Gelenkgalle. 
 Muskelverhärtungen und Narbengewebe. 
 Thrombose. 
 
 
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                            <updated>2016-09-26T10:27:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Selektive Entwurmung als Alternative zur regelmäßigen Gabe von Antiparasitika</title>
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                                            Würmer beim Pferd sind unangenehm für Tier und Reiter. Bisher wird meist präventiv 4 Mal pro Jahr entwurmt. Die selektive Entwurmung soll jedoch die Gabe von unnötigen Medikamenten vermeiden und so Resistenzen verhindern.
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 Früher oder später stellt sich jeder Pferdebesitzer die Frage nach der  richtigen Entwurmung . Mit dem Kauf eines Pferdes richten sich viele Pferdebesitzer nach den Gepflogenheiten des jeweiligen Stalls, und so variieren Häufigkeit und Anzahl der  Wurmkuren  pro Jahr erheblich. Vielerorts setzen sich die Einsteller zusammen und klären die Frage, ob und wie entwurmt werden sollte. Die Präparate werden dabei häufig für alle Beteiligten gemeinsam besorgt, wodurch eine Entwurmung kostengünstiger wird. 
 Voraussetzung dafür ist natürlich ein entsprechend vorhandenes Verständnis der Besitzer für die Notwendigkeit einer Entwurmung, welches leider noch oft genug fehlt. Auch der richtige Zeitpunkt wird häufig infrage gestellt und Hilfe suchend bleibt oft nur der verlässliche Rat des Tierarztes. Wir beschäftigen uns deshalb mit neuen Strategien gegenüber der althergebrachten, routinemäßigen Gabe von 4 Mal jährlich. 
 Wie Würmer / Endoparasiten dem Pferd schaden können 
  Auf Dauer können Parasiten den Darm der Pferde oder auch andere Organe schädigen . Über den Kot der Pferde werden die Eier ausgeschieden. Je nach Parasitenart werden verschiedene Larvenstadien durchlebt, bis sich der adulte Wurm entwickelt. Mit der Grasaufnahme werden die Eier dann aufgenommen. Die Symptome reichen vom  stumpfen Fell ,  Juckreiz  an der Schweifrübe,  Appetitlosigkeit  und  Abmagerung  bis hin zu  Durchfall  und  Koliken . Lungenwürmer können Husten und Nasenausfluss auslösen. Zusammen mit dem Leberegel sind Lungenwürmer jedoch seltene Parasitenarten und sollen hier nicht weiter vertieft werden. 
 Die neue Strategie gegen Parasiten beim Pferd 
 Seit Jahrzehnten ist es gängig, das Pferd zumeist 4 Mal im Jahr zu entwurmen. Je nach Absprache werden unterschiedliche Wurmkuren empfohlen, zumeist passend zur Haltung des Pferdes. So hat man zumindest das Gefühl sein Pferd vor schlimmeren Erkrankungen wie  Magendasseln  und ähnlichem zu bewahren und hofft, die richtige Kur zum richtigen Zeitpunkt gegeben zu haben. 
 Vor einiger Zeit erfolgte dann ein großes Umdenken in der Pferdewelt.  Unnötige Entwurmungen, sowie die Entstehung von Wurmresistenzen sollten zukünftig vermieden werden . Da die Erforschung und Entwicklung neuer  Antiparasitika  nicht geplant ist, entstand eine Alternative zur gängigen Gabe in Form der  selektiven, oder zeitgemäßen Entwurmung . 
 Vorteile der selektiven Entwurmung 
 Wenn man sich mit der  selektiven Entwurmung  etwas auseinandersetzt, wird schnell klar, dass sehr viele Vorteile ganz klar dafürsprechen: 
 
 Keine unnötige chemische Belastung für unsere Pferde, wenn diese nicht zwingend notwendig ist. 
 Keine Resistenzbildung und somit Verringerung der Gefahr, das eigene Pferd im schlimmsten Fall nicht mehr ausreichend behandeln zu können. 
 Kein unnötiges Eingreifen und gegebenenfalls Schwächung des Immunsystems. 
 
 Überwiegen diese genannten Aspekte, so nimmt auch jeder Pferdeliebhaber den Mehraufwand an Arbeit gerne auf sich, die eine  zeitgemäße, individuelle Entwurmung  mit sich bringt. Die Proben müssen eingeschickt und entsprechend untersucht werden, zudem sind  Kontrolluntersuchungen  nötig. 
 Nachteile der selektiven Entwurmung 
 Leider gibt es auch bei der selektiven Entwurmung einige Probleme, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Schaut man sich beispielsweise die Gruppe auf der Weide an, so wird schnell klar, dass Erfolg oder Nicht-Erfolg stark mit einem  funktionierenden Stallmanagement  zusammenhängen. Die  Wurmeier  halten sich ewig auf der Weide, selbst durch eine akribisch durchgeführte  Weidehygiene  ( Abäppeln ) lässt sich eine Verbreitung der Parasiten nicht komplett verhindern. Daher lautet die Empfehlung, die ganze Gruppe untersuchen zu lassen. In dieser Zeit dürfen die Weiden beziehungsweise Paddocks nicht getauscht und keine neuen Pferde in die Gruppe eingeführt werden. Bei der  selektiven Entwurmung  werden die  Kotproben  allerdings nur auf die Eier hin untersucht. Diese kann somit negativ ausfallen, selbst wenn sich lebendige Würmer im Kot befinden. Zudem wurde uns von einem Fall berichtet, bei dem 10 Kotproben eines Pferdes ohne Eier waren und erst die 11. Probe enthielt Wurmeier. Im Gegensatz dazu könnte man jetzt argumentieren, dass bei der gängigen Methode vielleicht auch 10 Mal zu viel oder umsonst entwurmt wurde. Das ist ein schwieriges Thema. 
 
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                            <updated>2016-08-18T10:03:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Giftpflanzen für Pferde auf der Weide - Eine Übersicht mit Bildern</title>
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                                            Welche Pflanzen sind für mein Pferd unverträglich oder sogar giftig. Die Gefahr zahlreicher Giftpflanzen wird von vielen Pferdehaltern leider unterschätzt. Wir zeigen eine Übersicht inkl. Bebilderung giftiger Pflanzen.
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 Beim Thema Pferdegesundheit geht es nicht nur um die richtige Haltung und Pflege, denn als Pferdebesitzer muss ich darüber hinaus wissen, welche Pflanzen für mein Pferd unverträglich oder sogar giftig sind. Leider wird die Gefährlichkeit zahlreicher  Giftpflanzen  von vielen Pferdehaltern unterschätzt. Häufig höre ich den Satz: „Die Pferde wissen selbst, was gut für sie ist.“ und für Wildpferde mag diese Aussage zutreffen. Bei den domestizierten Reitpferden können wir uns leider nicht mehr auf diesen Instinkt verlassen. Hinzu kommt, dass Pferde von Haus aus neugierig sind und gerne alles anknabbern. Umso mehr ist unser Wissen als Halter gefragt. 
 Natürlich erwartet keiner, dass sich Pferdebesitzer in der  Botanik  perfekt auskennen. Aber man sollte schon darauf achten, welche Pflanzen auf der eigenen  Weide  und hinter dem Weidezaun wachsen. Stößt man beim  Ausreiten im Gelände  auf eine unbekannte Pflanze, muss man sein Pferd unbedingt davon abhalten, die ganze Pflanze oder Teile davon zu fressen. In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Giftpflanzen es gibt und finden auch gleich die passenden Bilder dazu, damit Sie die Übeltäter einwandfrei identifizieren und entfernen können. 
 Giftige Pflanzen für Pferde in der Übersicht 
 Sie finden hier eine Auswahl der gängigsten Giftpflanzen, denen Ihr Pferd in seiner direkten Umgebung begegnen kann ( Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit ): 
 
  Eibe  
 Sie ist zweifelsohne eine der giftigsten Pflanzen überhaupt. Selbst in kleinsten Mengen ist sie hochgiftig. Bei Pferden, die Blätter, Beeren oder kleinere Zweige gefressen haben, kann der Tod bereits nach 5 Minuten eintreten. Das Pferd verstirbt letztendlich an Herzversagen.  Aber Vorsicht, Eiben stehen leider häufig auf der anderen Seite von Weidezäunen und an Waldwegen . 
 
 
  Fingerhüte  
 Diese Gruppe hochgiftiger Pflanzen enthalten unter anderem  Digitalis  in hoher Konzentration. Pferde können bereits nach dem Fressen einiger weniger Blüten sterben. Deshalb müssen Sie im Vergiftungsfall sofort den Tierarzt rufen. 
 
 
  Schwarzes Bilsenkraut, Schwarze Tollkirsche ( Belladonna ) und Stechapfel  
 Auch diese Nachtschattengewächse sind hochgiftig. Diese Pflanzen enthalten sogenannte  Alkaloide , die eine gefährliche Giftwirkung entfalten können. Sie führen zu Lähmungen im zentralen Nervensystem und wirken in höherer Konzentration durch Atem- oder Muskelstillstand tödlich. 
 
 
  Blauer Eisenhut  
  Die giftigste Pflanze in Mitteleuropa  ist der Blaue Eisenhut. Alle Teile der Pflanze enthalten Giftstoffe, vor allem das  Alkaloid Aconitin .  Der Blaue Eisenhaut erlangte bereits im Altertum einen zweifelhaften Ruhm als Mordgift . Die Pflanze wächst unter anderem auf feuchten Weiden. Der Tod des Pferdes tritt durch Atemlähmung ober Kreislaufversagen ein. 
 
 
  Herbstzeitlose  
 Auch diese häufig auf Wiesen und an Wegen vorkommende Pflanze ist in Bezug auf ihre Giftigkeit nicht zu unterschätzen. Die Pflanze enthält das hochgiftige  Alkaloid Colchicin , das erst nach einigen Stunden Vergiftungserscheinungen hervorruft, die tödlich sein können.  Aber Vorsicht, das Kraut der Pflanze ist leicht mit Bärlauch zu verwechseln . 
 
 
  Gefleckter Schierling  
 Der auf schweren Böden wachsende Gefleckte Schierling führt bei Pferden erst in einer höheren Dosis zum Tod durch Atemlähmung.  Aber Vorsicht, der Gefleckte Schierling kann leicht mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel und Kümmel verwechselt werden . 
 
 
  Robinie ( Scheinakazie )  
 Auf diese stark giftige Pflanze, möchte ich besonders hinweisen, weil ihr Holz wegen seiner Beständigkeit lange Zeit für Stallgebäude und Weidepflöcke verwendet wurde. Ihre Gifte sind  toxische Eiweiße, Robin und Phasin sowie toxische Glykoside , die in allen Teilen des Baumes vorkommen, außer in den Blüten. So können Pferde nach dem Genuss von Blättern, Früchten, und insbesondere der Rinde unter lebensbedrohlichen Vergiftungssymptomen leiden. Zugleich ist der Nektar der Robinienblüten jedoch auch der Traum aller Honigliebhaber ( Akazienhonig ). 
 
 
  Jakobskreuzkraut  
 Das stark giftige Johanneskreuzkraut kommt erst seit wenigen Jahren auf unseren Weiden vor. Seine Giftigkeit beruht auf der Wirkung verschiedener  Pyrrolizidin-Alkaloide , die zu chronischen Lebervergiftungen führen. Die Gefahr darf nicht unterschätzt werden, da die Auswirkungen der Vergiftung kumulativ sind und chronischen Erkrankungen führen können. Nicht nur im frischen Zustand ist die Pflanze giftig, im Heu werden die Alkaloide auch nicht abgebaut. Eine Gefährdung der Pferde ist auch deshalb erheblich, weil viele Landwirte die Pflanze noch nicht kennen. 
 
 
  Graukresse  
 Graukresse ( lat. Berteroa incana ) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die Pflanze ist sowohl frisch als auch im getrockneten Zustand toxisch für Pferde. Bei Pferden kann die Aufnahme von Graukresse unter anderem zu Apathie, Ödemen an den Gliedmaßen, Bewegungsunlust, Steifigkeit, Fieber, Fressunlust und erhöhter Pulsfrequenz führen. Eine Vergiftung mit Graukresse kann zudem zu Fehlgeburten bei Pferden führen und schlussendlich, bei Aufnahme großer Mengen, kann auch der Tod des Pferdes die Folge sein. 
 
 
  Goldregen  
 Goldregen, auch Goldrausch, Gelbstrauch oder Bohnenbaum genannt, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Die Symptome bei einer Goldregenvergiftung sind Schweißausbruch, Erregung, Dämpfung, schwere Atmung, Zittern und ein Anstieg des Blutdrucks und schnellerer Puls. Das Pferd leidet unter Gleichgewichtsstörungen, Krämpfen, Muskelzucken und Magen- Darmbeschwerden. Der Tod des Pferdes tritt durch eine Atemlähmung ein. 
 
 Zu den Giftpflanzen, die auf Pferdeweiden und Waldrändern besonders häufig anzutreffen sind, gehören außerdem:   Adonisröschen, Fingerhut, Hahnenfußarten, Farne  und der  Gundermann . Diese Pflanzen schädigen durch ihre Gifte die Organe, und sind potenziell tödlich. 
 Alle nachfolgend in der Bilderdatenbank aufgeführten Pflanzen haben auf und an Pferdeweiden daher nichts zu suchen: 
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 Der Umgang mit Giftpflanzen 
 Wir können unsere Pferde am besten vor Giftpflanzen schützen,  indem wir ihre Aufenthaltsorte aufmerksam beobachten und vorhandene giftige Pflanzen umgehend entfernen .  Heu und Silage  müssen vor dem  Verfüttern  ebenfalls gut auf Giftpflanzen hin untersucht werden, weil zahlreiche Pflanzen auch im getrockneten Zustand giftig sind. Vor der Mahd&amp;nbsp;( Mähen ) muss die Weide gut abgesucht werden, da sich einige Giftpflanzen durch das Mähen über ihre Samen weiter verbreiten können. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie oder der Weidebesitzer die Giftpflanzen ausstechen oder sogar ausgraben. Noch ein Wort zum Jakobskreuzkraut, das sich wie die Pest ausbreitet: Hier dürfen Sie die ausgebuddelten Pflanzen nicht einfach auf oder hinter der Weide liegen lassen – selbst nach Tagen kann die Pflanze noch aussamen. Entsorgen Sie die Pflanze besser über die Biotonne. 
 
  Wichtig:  
 Fassen Sie Giftpflanzen generell nur mit Handschuhen an, die Giftstoffe könnten sonst über offene Wunden in Ihren Körper gelangen. 
 
 Wenn das Pferd giftige Pflanzen gefressen hat 
 Frisst Ihr Pferd trotz aller Sicherheitsvorkehrungen giftige Pflanzen, müssen Sie umgehend den Tierarzt verständigen. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie diese zwei Informationen direkt mitteilen können: 
 
 Welche Pflanze das Pferd gefressen hat und wie viel davon. 
 Welche Symptome Sie beobachtet haben, die auf eine Vergiftung hinweisen können. Dazu gehören zum Beispiel Atemnot, starker Speichelfluss, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, erhöhter Puls, Lähmungen oder Koliken. 
 
 Wenn auch nur der Verdacht auf eine Vergiftung Ihres Pferdes besteht, erkundigen Sie sich in jedem Fall bei Ihrem Tierarzt oder Apotheker. 
 Dies ist ein erster Überblick zum  Thema Giftpflanzen . Sollten weitere Fragen oder Unsicherheiten auftauchen, so ist immer der Rat eines Tierarztes einzuholen. Diese Übersicht wurde besten Wissens und Gewissens erstellt, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ferner werden die Angaben ohne Gewähr gemacht. 
 
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                            <updated>2016-07-21T12:24:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Reitbeteiligung mit Vertrag und Haftpflicht - Warum ich das eigene Pferd teile</title>
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                                            Zahlreiche Dinge sind zu beachten, wenn man eine Reitbeteiligung mit Reitbeteiligungsvertrag abschließen möchte. Wie sieht mit Haftungsfragen beim Reitunfall aus und was gilt es zu beachten?
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 Im vergangenen Frühjahr kauften wir für meinen 11-jährigen Sohn zusätzlich zu unserem Großpferd ein deutsches Reitpony. Anfangs konnte ich mir, obwohl ich in Vollzeit berufstätig bin, nicht vorstellen, dass mich die  Betreuung der Pferde  überfordern könnte. Schon bald merkte ich aber, wie allein der Gedanke an den Stall und die Pferde Stressgefühle bei mir auslösten. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich meine Kräfte überschätzt hatte. Daraufhin entschloss ich mich, eine passende  zuverlässige Reitbeteiligung  für unser neues Pony zu suchen. Bereits zwei Wochen nach einem Aushang am „Schwarzen Brett“ unseres Reitstalls hatte ich ein 14-jähriges Reitermädchen für unser Pony gefunden. Wir vereinbarten mit ihr zunächst einmal einen Probemonat, in dem sie sich zweimal pro Woche um das Pony kümmerte. 
 Gute Gründe für eine Reitbeteiligung 
 In den folgenden Wochen merkte ich, wie gut es mir tat, nicht jeden Tag in den Stall zu müssen. Endlich hatte ich wieder mehr Zeit für mich, meine Familie und Freunde. Unsere Reitbeteiligung „in spe“ kümmerte sich von Anfang an, sehr gewissenhaft und liebevoll um unser Pony. Ihre reiterlichen Fähigkeiten waren in Ordnung und ihre Eltern akzeptierten  eine verbindliche Beteiligung an den Kosten . Nach Abschluss des Probemonats vereinbarten wir eine  unbefristete Reitbeteiligung . Inzwischen haben wir sogar eine zweite sehr motivierte  Reitpartnerschaft , mit der es ebenfalls sehr gut läuft. 
  Klare Regeln absprechen – Rechte und Pflichten festlegen  
 Mein Tipp für ein gutes Gelingen einer Reitpartnerschaft: Es ist hilfreich, sich bereits im Voraus über die Rechte und Pflichten im Detail zu verständigen. 
 Klärungsbedarf einer Reitbeteiligung: 
 
 Wie oft und an welchen Wochentagen die Reitbeteiligung das Pferd hat, denn danach richtet sich im Normalfall auch die Kostenbeteiligung. Wir haben bei mehreren Reittagen Staffelkosten vereinbart. Meine Reitbeteiligungen und Reitpartner zahlen für mehrere Reittage im Verhältnis weniger als für nur einen Reittag. 
 Festlegen, was erlaubt ist. Unsere Reitpartner dürfen mit dem Pony Dressurreiten, Ausreiten, Longieren und am Boden arbeiten. Springen ist nicht erlaubt. Beide Reitbeteiligungen sind verpflichtet, regelmäßig Reitunterricht zu nehmen, damit sie gemeinsam mit dem Pferd weiterlernen können. 
 Pflichten wie Stalldienst und Pferdepflege verbindlich absprechen. Bei uns sind Ausmisten der Box und Reinigung des Reitzubehörs ebenso wie die Pflege unseres Pferdes an den jeweiligen Reittagen selbstverständlich Aufgabe der Reitbeteiligungen. 
 Des Weiteren ist es wichtig, die Urlaubs- und Krankheitsvertretung vorab zu regeln. Bei mehreren Reitbeteiligungen lassen sich diese Absprachen meist unkompliziert realisieren. 
 
 Haftungsfragen: Beim Reitunfall richtig versichert 
 Häufig besiegeln Pferdebesitzer und Reitbeteiligung ihre Vereinbarung ohne schriftlichen Vertrag und Absicherung der Risiken für Pferd und Reiter. Kommt die Reitbeteiligung durch das Pferd zu Schaden, wird der Pferdehalter im ungünstigen Fall von der gegnerischen Krankenkasse oder Haftpflichtversicherung zur Kasse gebeten. Aus diesem Grund sollte man eine zuverlässige  Pferdehaftpflicht  wählen, bei der die Reitbeteiligung mitversichert ist. Wir konnten bei unserer Versicherung unsere Reitbeteiligungen kostenlos mit anmelden und haben mit beiden zusätzlich einen sogenannten „Haftungsausschluss“ vereinbart. Darin verzichtet die Reitbeteiligung auf Ansprüche gegen den Pferdehalter, wegen aller ihr durch das Pferd verursachten Schäden und versichert, dass sie einen eigenen Privathaftpflicht-Versicherungsschutz hat. 
 Trotz all dieser Tipps und Ratschläge kann man ein Pferd nur dann teilen, wenn das Verhältnis zwischen Pferdebesitzer und Reitpartner durch gegenseitige Sympathie und Vertrauen geprägt ist. 
 
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                            <updated>2016-06-06T14:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Anweiden für Pferde im Frühling - Das langsame Gewöhnen ans Gras</title>
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                                            Warum ist das langsame Gewöhnen ans Gras so wichtig, und welche Zeitabstände sind empfehlenswert? Lesen Sie ein Interview mit Tierärztin Lisa Butterweck zum Thema Anweiden von Pferden.
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 Die ersten Knospen sprießen, Sonnenstrahlen glitzern auf der Wiese und man hört das erste Vogelgezwitscher. So wie auch wir uns nach dem Frühling sehnen, so spürt man geradezu die Freude unserer Pferde, wenn es endlich wieder auf die geliebte Weide geht und die lange Stallzeit somit überstanden ist. Wie jedes Jahr beginnt auch nun wieder die  Zeit des Anweidens . Warum das langsame Gewöhnen ans Gras so wichtig ist und welche Zeitabstände empfehlenswert sind, lesen Sie in diesem Beitrag. Pferd und Reiter – das Anweiden ein wenig auf die Schippe genommen sowie konkrete Antworten von Tierärztin Lisa Butterweck zum Thema Anweiden. 
 Jedes Jahr aufs Neue macht sich meist gegen Anfang April im Stall eine gewisse Unruhe bemerkbar. Grundsätzlich kann man sagen, zu einer gewissen Vorfreude, die wohl alle miteinander vereint, zeigt sich die beginnende Weidezeit bei dem einen mit zusätzlichen hektischen Flecken im Gesicht, während der andere wiederum die Sache relativ gelassen erst Mitte des Monats angeht und bemüht ist, sich von der ganzen Hektik nicht anstecken zu lassen. 
 Da gibt es die Fraktion – die wirklich und dieses darf durch nichts auf der Welt verhindert werden – das Angrasen jeden Tag um drei Minuten steigern, den Strick mitsamt Pferd in der einen und der akribische Blick auf die Uhr der anderen Hand. Dieses Scenario darf natürlich unter keinen Umständen gestört werden und diese Gruppe ist somit, zumindest für den Monat April, für niemanden mehr zu sprechen, zumindest nicht in der hochsensiblen Anfangsphase. Dabei muss man bedenken, dass somit der gesamte Monat natürlich ausschließlich für das Pferd geblockt ist. Wie lange am Ende, sei es in der prallen Sonne oder im starken Regen, tatsächlich draußen gestanden und gewartet wird, kann sich jeder ausrechnen. 
 Als wäre das nicht alles aufregend genug, kommen neue Gruppenzusammenstellungen hinzu, was für einige Besitzer knapp an der Grenze des Verkraftbaren ist. Außenstehende können diese Wochen, in denen für nichts anderes mehr Zeit zu sein scheint, nur schwer verstehen. Dann gibt es diejenigen, die ein langsames Gewöhnen für ebenso wichtig erachten, aber doch ein wenig entspannter sind, die Zeiten werden kontinuierlich um 15 Minuten erhöht, sodass das Pferd bei Beginn der Weidesaison stundenweise freien Auslauf mitsamt des frischen Grases genießen kann. 
 Aber Spaß beiseite, denn natürlich hat das ganze einen ernsten Hintergrund. 
 Relevanz des langsamen Gewöhnens und eventuelle Folgen 
 Nach der langen Winter bzw. Stallzeit sollten die Pferde langsam an das Gras gewöhnt werden. Sofern sie nicht in den Genuss einer  Winterweide  gekommen sind, handelt es sich strenggenommen um eine  Futterumstellung . Im Frühjahr weist das Gras einen hohen  Fruktangehalt  ( Fruktan = langkettiges, wasserlösliches Zuckermolekül ) auf, dieser kann bei zu schnellem, übermäßigem Verzehr zu Koliken und Hufrehe führen. 
 Nach einer kontinuierlichen, langsamen Gewöhnung über einen Zeitraum von mindestens zwei, idealerweise vier wochen gehen Experten davon aus, dass sich der  Magen-Darm-Trakt des Pferdes  an das Gras, beziehungsweise an Fruktan und Eiweißgehalt gewöhnt hat. 
 Interview zum Thema Anweiden von Pferden mit Tierärztin Lisa Butterweck 
 Im Zuge des Verfassens dieses Beitrages hatte ich die Chance, ein Interview mit der Tierärztin Lisa Butterweck durchzuführen, welches weitere interessante Aspekte des Anweidens beleuchtet. 
  Wie lange sollten Pferde grundsätzlich angeweidet werden?    Pferde sollten grundsätzlich über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen (besser 4 Wochen) angeweidet werden, damit sich der Magen-Darm-Trakt an das frische Gras gewöhnen kann.  
  Wie verhält es sich Ihrer Meinung nach mit den Zeitangaben?    Die Zeitangaben sind variabel. Es gibt durchaus Pferde, die sehr viel empfindlicher auf das frische Gras reagieren, als andere. Pferde, die bekannterweise sehr schnell mit einer Kolik auf jegliche Art von Futterumstellung, v.a. bei frischem Gras, reagieren, sollten behutsamer angeweidet werden. Hier ist eine tägliche Steigerung um 5 bis 10 Minuten vernünftig. In der Regel ist aber eine tägliche Steigerung von 15 bis 20 Minuten absolut ausreichend. Allerdings ist gerade die Anfangsphase „gefährlich“.  
  Welche Risiken gibt es?    Risiken sind vor allen Dingen Koliken und Hufrehe.  
  Welches sind die ersten Symptome bei Nichtvertragen?    Die klassischen Symptome einer Kolik, also wiederholtes Hinlegen, Wälzen, Treten unter den Bauch, unruhiges Verhalten, Schweifschlagen, Schwitzen, Flehmen und Futterverweigerung. Die ersten Anzeichen einer Hufrehe sind Entlastung der Vorderbeine, schmerzhaftes Wenden, klammer Gang, vermehrte Belastung der Hinterhand, warme Hufe, wechselnde Belastung der Vorderhand, erschwertes Hufegeben und vermehrtes Liegen.  
  Und die Pferde, die das ganze Jahr, also auch auf der Winterweide waren?    Auch hier gilt: Anweiden ist wichtig. Diese Pferde müssen ebenso an das frische Gras gewöhnt werden, da das Gras auf einer Winterweide im Normalfall längst nicht so energiereich ist, wie das frische Gras im Frühjahr.  
  Ein persönlicher Tipp von Ihnen?    Mein Tipp ist die Pferde gerade in der Anfangszeit gut zu beobachten und bei auffälligen Symptomen lieber früher den Tierarzt zu rufen.  
  Wie handhaben Sie das Anweiden?    Leider fehlt mir die Zeit für ein eigenes Pferd, daher entfällt bei mir das Anweiden ;-)  
  Vielen Dank für das Interview Frau Butterweck.  
 Wir freuen uns von Ihren Erfahrungen zu hören und wünschen Ihnen eine schöne und vor allem gesunde Weidesaison. 
 
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                            <updated>2016-04-06T18:33:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Insektenschutz für Pferde - Nützliche Tipps und Tricks</title>
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                                            Es ist in jedem Jahr immer wieder das gleiche Spiel: Kaum sind wir auf Feldwegen in Richtung Wald unterwegs, nehmen Insekten direkt Kurs auf uns. In diesem Beitrag gibt es gute Tipps zur Vorbeugung.
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 Der Winter ist für Pferd und Reiter immer eine harte Prüfung: Kälte, kurze Tage, und matschige Böden motivieren nicht gerade zu Aktivitäten im Freien. Sobald aber die Tage länger werden, die Temperaturen steigen und die Reitwege halbwegs trocken sind, gibt es für Pferd und Reiter kein Halten mehr:  Der erste Ausritt kann beginnen . Auch ich werde bei der Vorstellung jedes Mal geradezu euphorisch. Dabei vergesse ich gerne, dass nervige Plagegeister wie Mücken, Fliegen und Bremsen, bereits in Wald und Wiesen Stellung bezogen haben. Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel, kaum sind wir auf den Feldwegen in Richtung Wald unterwegs, nehmen die Insekten Kurs auf uns.  Innerhalb kürzester Zeit sind mein Pferd und ich von juckenden und schmerzhaften Stichen und Bissen übersät  – die Freude am Ausreiten ist verflogen. 
 Steht mein Pferd auf der Weide, hat es zusätzlich mit  Fliegenbefall rund um die Augenpartie  zu kämpfen. In Scharen lassen sich die Plagegeister an den  Tränendrüsen  seiner Augen nieder. Dort saugen sie die  Tränenflüssigkeit  auf und hinterlassen möglicherweise Keime, die zu ernsthaften Augenproblemen führen können. 
 So schützen sich Pferde selbst vor Insekten 
 Glücklicherweise haben Pferde im Laufe ihrer Evolution wirksame Mechanismen entwickelt, mit denen sie fliegende Lästlinge ohne menschliche Hilfe abwehren können. Hierzu zählen: 
 
 Mähne, Schweif und Schopf, die wie ein Fliegenvorhang eine Landung der Insekten auf dem Pferdekörper verhindern. 
 Gezieltes Muskelzucken und Schweifschlagen, hilft den Pferden, die bereits auf Ihrem Körper sitzenden Plagegeister zu verscheuchen. 
 Kratzen mit den Hinterhufen am Bauch vertreibt Bremsen, Mücken und Fliegen von dieser für das Pferd eher schwer zugänglichen Körperregion. 
 Ausgiebige Sandbäder helfen dem Pferd, nervige Insekten Fliegen, Mücken und Bremsen loszuwerden. 
 
  Achtung:  Ist die Weide ständig feucht oder stark durch Pferdeäpfel (Brutstätten der Parasiten) verschmutzt, treten angriffsfreudige Insekten verstärkt auf. Am schlimmsten trifft die Plage Pferde, deren Koppel sich in der Nähe von Kuhweiden, Gewässern oder mit Mist gedüngten Äckern befindet. In diesen Fällen stoßen die natürlichen Abwehrmechanismen der Pferde rasch an ihre Grenzen. 
 Auf die Hygiene des Pferdes achten 
 Es gibt einige einfache Maßnahmen, mit denen wir unsere Pferde für Fliegen, Mücken, Bremsen &amp;amp; Co unattraktiv machen können: 
 
 Stall und Weide immer sauber halten (keine Brutplätze für die „Lästlinge“ anbieten) 
 Schwüle Tage sind Festtage für fliegende Plagegeister, insbesondere für Mücken. Deshalb gilt: Bei hohen Temperaturen und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit, das Pferd lieber in der Box lassen. 
 Den insektenanlockenden Pferdeschweiß wird das Tier am besten los, wenn wir es an heißen Tagen möglichst regelmäßig mit kaltem Wasser abspritzen.   Vorsicht:  Manche Pferde haben Angst vor Wasser und müssen deshalb behutsam an die erfrischende Dusche herangeführt werden. 
 Ist der Insektenplage tagsüber nicht beizukommen, kann man sein Pferd alternativ auch nachts rausstellen. 
 
 Textile Barrieren gegen Insekten 
 Neben einer  Haltungsoptimierung  gibt es inzwischen vielfältige,  textile Barrieren , mit denen wir die Pferde vor Insekten schützen können. Viele Pferdehalter schwören auf  Fliegenmasken als Kopfschutz . Diese bestehen aus einem feinen textilen Gitternetz, das mit Klettverschlüssen am Pferdekopf befestigt wird. Der Sinn dahinter ist, das die Pferde herausgucke , die Insekten aber nicht reinschlüpfen können. Alternativ gibt es  Fransenstirnbänder , die an Trensenzaum oder Halfter befestigt werden. Ich bevorzuge für mein Pferd die Fransenvariante, weil sie meiner Erfahrung nach einfach besser hält und das Sichtfeld im Vergleich zur Maske weniger einschränkt. Welche Lösung tatsächlich die Bessere ist, wird innerhalb der Pferdesport-Community leidenschaftlich diskutiert. Aussagekräftige Vergleichstest sind mir nicht bekannt. 
 Während Fliegenmaske und Fransenstirnband nur Kopf und Ohren schützen, schirmen  Fliegendecken  den gesamten Pferdekörper gegen Angriffe von fliegenden Insekten ab.  Wichtig dabei ist, die Decke muss richtig sitzen, damit sich das Pferd nicht selbst ausziehen kann und sich dabei möglicherweise verletzt . Natürlich darf die Decke auch nicht auf der Haut des Pferderückens oder des Brustbereiches scheuern. 
 Die richtige Deckengröße ergibt sich aus der Rücklänge des Pferdes. Hierfür misst man den Abstand zwischen Widerrist und Schweifansatz mit einem Maßband aus. Das Maßband muss dabei vor dem Widerrist ansetzen und entlang der Wirbelsäule am Rücken aufliegen. Zusätzlich kann man die Länge zwischen Brustmitte und Rückseite des Hinterbeines als Maßzahl für die Deckengröße nehmen. 
 Weitere Möglichkeiten der Insektenabwehr 
 
  Zebrastreifen  
 Seitdem Forscher herausgefunden haben,  dass die Streifen von Zebras Insekten verwirren  und diese die Zebras deshalb nur schlecht orten können, setzen zahlreiche Hersteller von Fliegendecken auf den „Zebra-Look“. Dass dies nicht nur ein Mode-Gag ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch unser Pony war immer ein beliebtes Opfer von Stechmücken &amp;amp; Co. Seitdem ich ihm aber eine  Fliegendecke mit Zebrastreifen  anziehe, kann es den Sommer über ohne große Probleme auf seiner geliebten Weide verbringen. 
 
 
  Ergänzungsfutter  
 Auf dem Markt wird inzwischen eine Vielzahl von  Ergänzungsfuttermittel zur Abwehr von Insekten  angeboten. Im Fokus stehen dabei knoblauchhaltige Zusatzfutter und Futter mit Immunsystem stärkender Wirkung.  Der tatsächliche Nutzen dieser Futterzugaben ist umstritten . Deshalb bespreche ich – bevor ich mein Pferd damit füttere – erst mit meinem Tierarzt, was sinnvoll und was eventuell sogar schädlich ist. 
 
 
  Repellents  
 Um die fliegenden Plagegeister auf Abstand zu halten, besprühen viele Reiter ihr Pferd, insbesondere vor Ausritten, mit einem Insektenschutzmittel ( Repellents ). Wer Erfahrung mit einem derartigen Abwehrmittel gemacht hat, weiß, dass der Geruch nicht nur die Insekten vergrämt, sondern auch für den Reiter sehr unangenehm ist.  Zudem reagieren manche Pferde auf die Inhaltsstoffe allergisch . Eine weitere Schwachstelle ist die begrenzte Wirkdauer. Hier besteht also durchaus Verbesserungsbedarf. 
 
 Fazit zum Thema Insektenschutz 
 Auch wenn der optimale Insektenschutz noch nicht erfunden ist, gibt es inzwischen eine Menge an Möglichkeiten zur Abwehr der fliegenden Lästlinge, sodass wir unseren Pferden den regelmäßigen Weidegang guten Gewissens gönnen können. 
 Checkliste für einen effektiven Insektenschutz 
 
 Koppeln in der Nähe von Kuhweiden, Gewässern oder mit Mist gedüngten Äckern meiden. 
 Stall und Weide immer sauber halten. 
 Bei hohen Temperaturen und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit das Pferd lieber in der Box lassen. 
 An heißen Tagen das Pferd mit kaltem Wasser abspritzen. 
 Alternativ: Weidegang in der Nacht statt tagsüber. 
 Textile Lösungen: Fliegenmasken, Fransenstirnbänder und Fliegendecken – Zebramuster hat sich bewährt. 
 Ergänzungsfutter ist umstritten und mit Tierarzt zu klären. 
 Insektenschutz schütz optional, riecht jedoch streng – auch für den Reiter. 
 
 Schutz vor Insekten ist ein wichtiger Faktor bei der Vorbeugung oder Behandlung des  Sommerekzem bei Pferden . 
 
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                            <updated>2016-03-16T15:37:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das Rentnerpferd - Würdevoll altern und artgerechte Haltung</title>
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                                            Das Rentneralter ist für Pferd und Pferdebesitzer ein völlig neuer Lebensabschnitt. Welche Auswirkungen dieser genau für die Haltung, Ernährung und mich als Besitzer hatte, lest ihr in meinem Beitrag.
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 Meine Hannoveraner Fuchs-Stute „Golden Gate“ wird in diesem Jahr 27 Jahre alt. Das entspricht etwa 80 Menschenjahren (siehe Tabelle unten). Mit 22 Jahren zeigte sie erste Alterserscheinungen. Der Gang wurde steifer und sie ergraute zusehends. Die Stichelhaare an Kopf und Bauch vermehrten sich rasant und jeder  Fellwechsel  zog sich übermäßig in die Länge. Besonders beunruhigt war ich darüber, dass sie trotz guter  Pflege und Haltung  immer dünner wurde. Eines Tages rief mir meine damalige Reitlehrerin während einer Unterrichtsstunde zu: „Lass es gut sein. Goldi hat genug gearbeitet. Gönn ihr den Ruhestand.“ Durch diesen Satz brach für mich eine Welt zusammen. 
 Ich hatte Goldi 10 Jahre zuvor aus einem Schulpferd-Betrieb herausgekauft. Sie hat mir praktisch das Reiten beigebracht. Zum Dank habe ich mich immer um ihr  Wohlergehen  gekümmert. Wir haben tolle Reitjahre miteinander verbracht, in denen ich mich auch im Gelände immer 100-prozentig auf meine „Große“ verlassen konnte – und sie sich auf mich. Nun sollte das Alles plötzlich vorbei sein? 
 Ein neuer Lebensabschnitt des Pferdes 
 Anfänglich konnte ich nur schwer akzeptieren, dass mein Pferd nicht mehr reitbar war, und für uns beide  ein neuer Lebensabschnitt  beginnen sollte. Ich unternahm noch einige halbherzige Reitversuche, die immer mit einem schlechten Gewissen und einem  erschöpften Pferd  endeten. Daraufhin entschied ich mich schweren Herzens, meine alte „Gefährtin“ mit 23 Jahren in Rente zu schicken. Seit vier Jahren steht Goldi nun gemeinsam mit  anderen Pferden  in Nähe der heimischen Reitanlange auf einer riesigen Weide mit  Unterstand . Sie hat  viel Bewegung  und kann mit ihren Weidekollegen  soziale Kontakte  pflegen. Hierdurch ist die inzwischen hochbetagte Dame, abgesehen von einigen Zipperlein, nach wie vor in  guter Verfassung . 
 Beschäftigung – das A und O für ein gesundes Altern 
 Das heißt aber nicht, dass ich mich zurücklehnen kann, denn Pferden, die ein Leben lang gearbeitet haben, bekommt es gar nicht gut, wenn sie von heute auf morgen zum Nichtstun verdammt werden.  Ohne Aufgabe bauen sie rasch körperlich und geistig ab . Diesem Prozess kann man durch  sinnvolle Beschäftigung  mit seinem Senior entgegenwirken. Selbst für  hochbetagte Pferde  gibt es eine Reihe sinnvoller Beschäftigungen, die Pferd und Mensch Spaß machen. 
 Für meine Seniorin sind beispielsweise  gemeinsame Spaziergänge  eine willkommene Abwechslung zu ihrem  Weidealltag . Da sie nicht mehr so  hitzig  ist, kann ich sie als Handpferd auf Ausritten mitnehmen. Auch wenn sie für Erwachsene nicht mehr reitbar ist, können sich Kinder noch immer problemlos in ihren Sattel schwingen. Die nahegelegene Reitanlage ermöglicht  Bodenarbeit , die ihr guttut und die sie fordert. Gerade diese direkte  Zusammenarbeit und Kommunikation  genießen wir beide sehr. Genauso wie die  regelmäßige Fell- und Hufpflege . 
  Sinnvole Beschäftigungen zusammengefasst:  
 
 Soziale Kontakte zu anderen Pferden ermöglichen. 
 Gemeinsame Spaziergänge. 
 Als Handpferd auf Ausritten mitnehmen. 
 Das Pferd hin und wieder durch Kinder reiten lassen. 
 Bodenarbeit in einer Reitanlage. 
 Regelmäßige Fell- und Hufpflege. 
 
 Altersgerechte Fütterung ist unerlässlich 
 Wie alt ein Pferd wird, hängt auch maßgeblich von der Ernährung ab.  Rentnerpferde benötigen ein besonderes Futter , das ihren, in der Regel, abgekauten Zähnen und dem träge gewordenen Verdauungsapparat Rechnung trägt. Viele der in die Jahre gekommenen Pferde werden  schwerfuttrig  und können das Standardfutter nur noch schlecht verwerten. Alte abgemagerte Pferde wieder aufzufüttern ist schwierig. Daher sollte der Halter immer ein Auge auf seinen Senior haben, und Futter mit einem hohen Protein- und Faseranteil wählen. Als Basisfutter dienen Heu und Ballensilage. Getreide sollte möglichst gequetscht angeboten und durch  Vitamine, Mineralien und Spurenelemente  ergänzt werden. Viele  Fertigfuttermittel für Seniorenpferde  bieten diese Inhaltsstoffe mit an. Das für die Gesundheit besonders wichtige Vitamin A erhalten die Pferde über  Futtermöhren , die man am besten zusammen mit  Leinöl  gibt. Mein Pferd liebt darüber hinaus Steckrüben- und Rote Beete-Schnitze, die nicht nur sehr lecker, sondern auch so gesund sind. 
 Ich betrachte die Zeit mit meiner alten Dame als großes Glück und hoffe, dass es noch eine Weile anhält. 
 Das Pferdealter in Menschenjahren 
 
 
 
 3 Pferdejahre 
 = 
 20 Menschenjahre* 
 
 
 5 Pferdejahre 
 = 
 25 Menschenjahre 
 
 
 10 Pferdejahre 
 = 
 37 Menschenjahre 
 
 
 15 Pferdejahre 
 = 
 50 Menschenjahre 
 
 
 20 Pferdejahre 
 = 
 62 Menschenjahre 
 
 
 25 Pferdejahre 
 = 
 75 Menschenjahre 
 
 
 30 Pferdejahre 
 = 
 87 Menschenjahre 
 
 
 35 Pferdejahre 
 = 
 100 Menschenjahre 
 
 
 
  *Menschenjahre gerundet  
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2016-03-15T16:38:00+01:00</updated>
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